Die Buchmesse liegt hinter uns, doch wir haben kaum Zeit, ihr nachzutrauern, denn in wenigen Tagen ist wieder Schreibzeit! Der NaNoWriMo steht an! Was das ist und wie du dich am besten vorbereitest, liest du in diesem Artikel.

Ein Roman in 30 Tagen

NaNoWriMo ist die Abkürzung für National Novel Writing Month. Jedes Jahr im November nehmen sich weltweit tausende, wenn nicht zehntausende, Schriftsteller vor, einen Roman von 50.000 Wörtern innerhalb von 30 Tagen zu schreiben.

So weit die Theorie.

 

Das geht doch gar nicht!

Wer zum ersten Mal davon hört, schüttelt meistens den Kopf. Wie soll das gehen, einen Roman in einem Monat zu schreiben? Wo bleibt da die Qualität? Und überhaupt, meine Romane sind immer länger als 50.000 Wörter, was soll das also?

Ruhig Blut. Der Sinn hinter dem NaNo ist, sich einfach mal dreißig Tage lang wirklich hinter deinen Roman zu klemmen und jeden Tag an ihm zu arbeiten.

Pro Tag stehen 1667 Wörter auf dem Plan (50.000 durch 30). Das schaffe ich persönlich in der Regel in 60 bis 90 Minuten, wenn ich nicht zusätzlich noch plotten muss oder sich Probleme auftun. Jeden Tag eine Stunde bis zwei Stunden am Roman arbeiten – klingt eigentlich doch machbar, oder?

 

Kostenloser Minikurs zum NaNoWriMo 2017

 

Aber die Qualität …!

Es geht beim NaNo nicht darum, einen komplett fertigen Text zu haben, sondern den ersten Entwurf so schnell wie möglich auf Papier gebannt zu haben. Anschließend kommt der normale Autorenwahnsinn: Überarbeiten, umschreiben, redigieren, nochmal umschreiben, streichen, hinzufügen, ändern, wieder überarbeiten, … Du kennst das vielleicht. Hier kannst du dir übrigens eine kostenlose Checkliste herunterladen, die dir nach dem NaNo beim Überarbeiten helfen wird.

Der innere Kritiker und Nörgler hat im November Ruhe. Es geht nur darum, einen ersten, groben Entwurf zu schreiben und dann mit dem, was du hast, zu arbeiten. Nicht jedermanns Sache, aber definitiv einen Versuch wert!

 

Wie schafft man den NaNoWriMo?

Kostenloser Minikurs!

 

Ich persönlich brauche für den NaNo immer eine gute Vorbereitung. Einmal habe ich versucht, ohne einen konkreten Plan zu starten, aber das ist leider nichts für mich (so sehr ich mir wünschen würde, dass ich einfach nur drauf losschreiben könnte! Mein Leben wäre ja so viel einfacher 😉 ).

Also bereite ich mich vor: Ich weiß, welche Figuren meine Geschichte hat, was sie sich wünschen, welche Herausforderungen sie haben und wie sich der Roman entwickeln wird. Ich kenne die Schlüsselszenen, den Höhepunkt in der Mitte des Buches und das Finale am Ende. Und ich weiß, wie ich auch im Alltag Zeit zum Schreiben finden werde.

Wenn du das alles noch nicht weißt oder Lust hast, dich von mir bei der Vorbereitung motivieren und inspirieren zu lassen, habe ich gute Neuigkeiten: In diesem Jahr biete ich einen kostenlosen NaNo-Vorbereitungskurs an!

Trag hier einfach deinen Namen ein und ab dem 21. Oktober erhältst du jeden Tag bis zum 31. Oktober eine E-Mail mit einer Vorbereitungsaufgabe und einer Zeitmanagementaufgabe (plane mal ungefähr 20-45 Minuten pro Tag für die Bearbeitung ein).

 

 

Tipps für einen erfolgreichen NaNoWriMo

Ich habe jetzt schon ein paar Jahre lang den NaNo jedes Jahr mitgemacht (besonders freue ich mich aber auf dieses Jahr, wenn ich wieder mit 7 anderen Autorinnen/Autoren eine fantastische Schreibwoche in einem Ferienhaus verbringen werde *Leuchten in den Augen*) und ich habe bereits ein paar Tipps für dich, die dir hoffentlich helfen, den NaNo zu überstehen.

Die wirklich praktischen Tipps gibt es natürlich im oben genannten kostenlosen Mini-Kurs 😉

 

Tipp 1: Schaffe dir Zeitfenster

Es ist für jeden von uns eine Herausforderung, jeden Tag zu schreiben und dann auch noch in dieser Menge. Mache dir vorher klar, wann du Zeitfenster öffnen kannst und an welchen Tagen du keinesfalls auch nur zehn Minuten schaffen wirst, selbst nicht wenn dir jemand eine Pistole an den Kopf hielte.

Plane diese Zeitfenster fest ein.

 

Tipps 2: Kommuniziere den NaNo nach außen

Sprich mit deiner Familie und deinen Freunden und sage ihnen klar, dass sie im November nicht mit dir rechnen können.

Weihnachtsmärkte haben auch im Dezember Saison, Spieleabende und Kinobesuche können warten. Wenn dir dein Buch wirklich wichtig ist und du dich richtig dahinterklemmen willst, dann hast du im November leider kein besonders ausgeprägtes Sozialleben. Außer, du hast außer dem Schreiben kaum andere Verpflichtungen 😉

 

Tipp 3: Einfach schreiben

So schwer es manchmal ist: „Augen zu und durch“ kann durchaus helfen. Ich habe beim NaNo oft Passagen, bei denen ich schon beim Schreiben weiß, dass sie Mist sind. Ich lasse sie dennoch stehen, markiere sie aber und mache eine Notiz à la „nochmal überarbeiten“ daran.

 

Tipp 4: Unterstützung suchen

Es schreibt sich viel leichter, wenn man nicht alleine ist. Gerade, weil wir von unserer Umwelt als ziemlich bekloppt abgestempelt werden. Ich biete für den November auch eine (kostenpflichtige) Schreibbegleitung mit geschlossener Facebookgruppe an, aber du kannst natürlich auch auf eigene Faust Gruppen suchen, in denen du dich austauschen kannst. Suche dir andere Schriftsteller, die das gleiche Ziel haben!

(Mehr zur Schreibbegleitung im November dann nächste Woche).

 

Weiterführende Informationen

Hast du Lust auf den NaNo bekommen? Dann helfen dir die folgenden Links, dich weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen:

 

Offizielle NanoWriMo-Seite (auf Englisch): nanowrimo.org
(Mein Profil findest du übrigens hier)

Wikipedia-Seite vom NaNoWriMo

Eieruhr/Wecker* für Pomodoro-Technik

Buch: 30 Tage Schreibchallenge* von unserer Kollegin Tinka Beere vom Blog schreibmeer

Meine Spotify-Playlist zum Schreiben:

 

Vergiss nicht, dich einzutragen:

 

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