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“Hast du Snapchat?”
“Was ist das?”

Solche Unterhaltungen könnten in ein paar Monaten der Vergangenheit angehören. Snapchat hat in den USA Twitter den Rang abgelaufen und kratzt an der Marktposition von Facebook und Instagram (die ja zusammengehören). Was hat es mit diesem Logo mit dem Geist auf sich und warum solltest du das wissen? Hier kommt die Antwort.

 

Was ist Snapchat überhaupt?

 

Bevor wir über eine Sache reden, müssen wir definieren, was wir unter dem Begriff verstehen (so lernt man es an den Unis 😉 ). Also, was ist Snapchat überhaupt?

Snapchat ist eine Kreuzung aus Messenger und sozialem Netzwerk. Als ob WhatsApp und Instagram ein Kind gezeugt hätten. Und dieses Kind lernt gerade laufen.

Bevor ich euch in einem kleinen Video die Grundfunktionen erkläre, hier eine schnelle Übersicht der wichtigsten Fakten:

  • Snapchat ist eine Foto- und Video-App, mit dem man Fotos und Videos versenden kann, die der Empfänger maximal 24 Stunden lang abrufen kann. Danach werden die Fotos/Videos “gelöscht” (natürlich werden sie zunächst auf dem Snapchatserver gespeichert. Hier gibt es ein paar Infos dazu, allerdings auf Englisch)
  • Wie auch Instagram kann man Snapchat nur über ein mobiles Endgerät verwenden
  • Fotos und Videos sind maximal 10 Sekunden lang, danach verschwinden sie aus dem Feed
  • Die verschickten Fotos und Videos können vom Empfänger per Screenshot gespeichert werden. Der Versender wird darüber informiert – kann aber letztlich nichts tun (somit ist Snapchat so “gefährlich” wie die anderen Netzwerke, deren Bilder auch oft speicherbar sind)
  • Snapchat wird sehr häufig für private Nachrichten verwendet (statistisch gesehen zu ca. 78 % in den USA)
  • Für Menschen unter 25 ist die Nutzung nachgewiesenermaßen einfacher als für Menschen über 25. Sie unterscheidet sich sehr von der Nutzung anderer Netzwerke
  • Etwas mehr als 50% der Benutzer sind unter 25 Jahre alt
  • In den USA sind 70% der Snapchatter weiblich

 

Das heißt in Kürze: Snapchat kannst du wie WhatsApp nutzen, nur, dass die Bilder/Videos sich nach 24 Stunden löschen und dass du eine Nachricht an alle Freunde schicken kannst (mit nur einem Klick). Reine Texte sind theoretisch auch möglich, aber nur in privaten Nachrichten.

 

Warum in aller Welt sollte jemand wollen, dass seine Fotos nur 24 Stunden halten?

 

Und wie sollte mir als Autor/in das nutzen? Geduld, bitte. Zu den Vor- und Nachteilen kommen wir später. Lass uns vorerst mal gucken, wie Snapchat aufgebaut ist, damit wir wissen, wovon wir reden.

 

Was soll überhaupt dieser Geist da?

 

Das ist das Logo und steht dafür, dass die Nachrichten, Fotos und Videos nach 24 Stunden wie von Geisterhand verschwinden (bzw. schon nach 10 Sekunden, wenn du sie dir anguckst).

 

Schauen wir uns das also mal an.

Damit du weißt, wie Snapchat aussieht und funktioniert, habe ich ein kleines Video vorbereitet:

 

Du siehst also: Snapchat ist schon irgendwie anders. Was ich besonders an Snapchat mag, ist, dass es so kurzweilig ist. Wenn man gerade ein bisschen Zeit hat, kann man sich die kleinen Snaps der Freunde ansehen und auch selbst welche zu verschicken, geht schnell und unkompliziert.

Allerdings besteht Suchtpotenzial, denn einerseits kann das Gefühl aufkommen, etwas zu verpassen, wenn man nicht regelmäßig reinschaut, und andererseits macht es einfach richtig Spaß.

 

Gut und schön, aber was bringt mir Snapchat?

 

Jetzt, da wir wissen, wie diese App funktioniert, können wir hinterfragen, ob wir dieses Ding brauchen.

Ich habe dazu im folgenden Video ein paar Vor- und Nachteile zusammengestellt, die für bzw. gegen Snapchat sprechen:

 

 

Lass mich die Vorteile noch einmal zusammenfassen:

  • es ist minimalistisch und auf das Wichtigste heruntergebrochen, kein Schnickschnack
  • es ist das Netzwerk mit der geringsten Distanz zwischen Sender und Empfänger
  • das macht es intimer als andere Netzwerke und irgendwie persönlicher
  • du kannst genau steuern, wer was sieht
  • Push-Benachrichtigungen an deine Freunde
  • Du musst nicht stundenlang überlegen, wie, was und wann du etwas verschickst, sondern machst es einfach
  • Sehr gut für einmalige, zeitlich begrenzte Angebote
  • sehr hohe Interaktionsrate bei persönlichen Nachrichten
  • Aufbau von Beziehungen funktioniert gerade durch die Fotos und Videos super

 

Also muss ich jetzt Snapchat nutzen, oder was?

 

Natürlich musst du gar nichts. Ich selbst probiere ja sehr gerne neue Dinge aus und wenn sie mich nicht innerhalb kürzester Zeit packen, blas ich alles wieder ab.

Ich konnte mit Snapchat anfangs NICHTS anfangen. Konnte es nicht bedienen (bin schließlich schon älter als 25 😉 ), hatte keine Freunde dort und wusste auch nicht, was der Käse überhaupt soll.

Es hat mich aber auch niemand bei der Hand genommen.

Dann habe ich der App eine zweite Chance gegeben und mir selbst auch. Ich habe mir beigebracht, wie man das Ding bedient und versucht, den Sinn dahinter zu verstehen. Jetzt snappe ich im Grunde jeden Tag. Nicht nur über “Meine Geschichte”, sondern auch mittels persönlicher Nachricht. Warum?

Weil mich diese persönliche Schiene reizt.

Ich konnte mit Menschen interagieren, die mich auf anderen Netzwerken nicht bemerken. Ich kann sehen, ob jemand meine Nachricht gelesen hat und bekomme sehr wahrscheinlich eine Antwort zurück. Es macht einfach Spaß, wenn man erstmal drin ist.

Snapcode

Daher mein Vorschlag:

Einfach ausprobieren.

Und wenn es doof ist, löschst du es nach einem Monat halt wieder. Da sich dort noch nicht soooo viele Menschen tummeln, fällt das vermutlich gar nicht auf 😀

 

Jetzt kommst du!

 

Nutzt du Snapchat? Wenn ja, adde mich gerne als Freund (z.B. mit dem Snapcode rechts). Wenn du Snapchat noch nicht nutzt: Warum nicht? Was spricht dagegen, es auszuprobieren?

Ich freue mich auf deine Kommentare unten!