Geheimtipp für mehr Follower bei Instagram

Nach wie vor ist Instagram eines meiner liebsten sozialen Netzwerke. Ich verbringe dort gerne Zeit und lasse mich von den Bildern und Geschichten mitnehmen. Hier habe ich bereits einen großen Artikel darüber geschrieben, wie du bei Instagram anfängst.

Angeblich soll es sich positiv auf die Abonnentenzahl auswirken, wenn man selbst viele Kommentare schreibt. Stimmt das?

 

So entstehen die Tipps auf diesem Blog

 

Wenn ich für ein Thema recherchiere, dann bediene ich mich vieler Quellen und meiner Erfahrung. Ich lese generell sehr viel zur Theorie des Schreibens oder Marketings – letzteres vor allen Dingen auch gerade aus anderen Branchen –, tausche mich aus, sammele eigene Erfahrungen und so weiter.

Tipps, die ich hier auf dem Blog oder auf meinem YouTube-Kanal veröffentliche, habe ich zu 99 % selbst ausprobiert, damit ich sie ruhigen Gewissens weiterempfehlen kann.

Nun habe ich im Bezug auf Instagram-Marketing schon häufig gelesen, wie wichtig es sei, regelmäßig viele Kommentare zu schreiben. Ich möchte für dich ausprobieren, ob das stimmt und ob sich der Aufwand lohnt.

 

Instagram: Comment is King?

 

Um Follower bei Instagram zu bekommen, sind mehrere Dinge wichtig:

  • Eine klare Biografie, die dem Besucher sagt, was er erwarten kann (z.B. „Autorin von Liebesromanen“)
  • Ansprechende Bilder, idealerweise bearbeitet
  • Spannende Texte, die man gerne liest
  • Jeden Tag ein neuer Beitrag
  • Selbst aktiv sein

 

Der letzte Punkt ist interessant. Instagram scheint es an Hand der Algorithmen zu belohnen, wenn man selbst aktiv und lange das Netzwerk nutzt. Immer wieder lese ich, wie viel es angeblich bringt, wenn man regelmäßig auf anderen Accounts kommentiert (neben dem Liken von anderen Bildern).

 

Social Media-Agenturen übernehmen das

 

Wenn man als Unternehmen eine Social Media-Agentur beauftragt, dann kann man auch wählen, dass die Agentur nicht nur Inhalte aufbereitet, sondern eben auch mit den Followern interagiert, bzw. im Namen des Accounts kommentiert. Das ist eine der Kernaufgaben der Agenturen (neben der Analyse dessen, was man besser machen könnte).

Ob das moralisch vertretbar ist, überlegen wir gleich weiter unten.

Meine Idee ist: Wenn ich es schaffe, eine Zeit lang viele Kommentare zu schreiben, wächst vielleicht meine Abonnentenzahl bei Instagram.
Ich habe allerdings keine Zeit, um viele Kommentare zu schreiben und kein Geld, um eine Agentur zu beauftragen, um das zu übernehmen.

Also machen wir ein Experiment daraus:

 

Ich experimentiere mit eurer Hilfe

 

Um herauszufinden, ob es neue Abonnenten bringt, wenn man selbst viele Kommentare unter thematisch passende Beiträge schreibt, starte ich ein Experiment.

Ich habe dazu auf meinem Kanal „freiundwunderbar“ dazu aufgerufen, mich zu unterstützen und auch einige liebe Mädels gefunden, die mir helfen. Damit das Ganze nicht nach Gemauschel aussieht oder unmoralisch ist (mehr dazu gleich), gibt es klare Regeln und ich berichte hier darüber.

Wir starten am 14. September mit dem Experiment und beenden es am 14. November.

 

Die Regeln des Experiments

 

  • Gegenstand des Tests ist der Kanal „freiundwunderbar
    Warum?
    Ich möchte ein möglichst realistisches Szenario nachbauen und gleichzeitig den „Kosten-Nutzen-Faktor“ im Auge behalten. Wenn ich meinen Kanal „vomschreibenleben“ nähme, ist die Ausgangslage gegenüber Romanautoren anders, da ich auf diesem Kanal Tipps gebe und nicht über meine Romane berichte. Es ist sehr viel leichter, „vomschreibenleben“ zum Wachsen zu bringen als „freiundwunderbar“, denn Letzterer basiert nur auf dem Mehrwert „Unterhaltung“, genau wie bei Romanautoren.
  • ca. 10 Freiwillige erhalten das Recht, den Account für die Zeit des Experimentes mitzuführen und im Namen von „freiundwunderbar“ Kommentare zu schreiben
  • die Helfer dürfen keine Bilder hochladen und nicht unter Bildern von „freiundwunderbar“ kommentieren
  • die Helfer kommentieren jeden Tag 5 Bilder, die über die Suche via passender Hashtags gezeigt werden (siehe unten)
  • um für Außenstehende kenntlich zu machen, ob ein Kommentar von mir oder einem Helfer ist, endet jeder Helfer-Kommentar mit dem Emoji „💭“

 

Was das bringt

 

Wenn meine lieben Helferlein jeden Tag 5 Bilder kommentieren, landen wir durchschnittlich bei rund 50 Kommentaren pro Tag und das über 8 Wochen (eine Zahl, die ich alleine nicht stemmen kann, seit ich Mutter bin).

Die Zahl habe ich absichtlich so groß gewählt, damit man auch wirklich eine Verbindung zwischen den ansteigenden Abozahlen und den Kommentaren erkennen kann. Ansonsten wird der Account weitergeführt wie bisher.

Wenn der Tipp, dass viele Kommentare auch neue Abonnenten bringen, stimmt, sollte ein deutliches Wachstum zu sehen sein.

 

Vorgehensweise

Natürlich sollten die Kommentare sinnvoll sein und unter Bilder geschrieben werden, die zur Zielgruppe passen. Am einfachsten ist das über Hashtags zu realisieren.

Wenn du bei Instagram auf das Lupen-Symbol klickst, kannst du direkt nach Hashtags suchen. In diesem Fall werden das welche sein, die zum Thema „Mutter sein“ passen, da die Zielgruppe des Accounts sich mit diesem Thema beschäftigt.

Jedes Helferlein erhält bis zu 3 Hashtags, nach denen sie auf Instagram suchen und dann bei passenden Bildern Kommentare schreiben. Das wird manchmal nur etwas sein wie „Wow, schönes Foto!“, aber sie sind dazu angehalten, etwas Sinnvolles zu schreiben.

 

Das ist aber unmoralisch!

„Fremde Leute“ kommentieren Bilder in meinem Namen – ist das nicht unmoralisch?

Die Entscheidung darüber, ob du es okay findest oder nicht, liegt bei dir. Ich sehe es als Grauzone. Die Nutzungsbedingungen besagen, dass man sich nicht als jemand ausgeben darf, der man nicht ist. Wenn ich aber „freiundwunderbar“ als Marke/Unternehmen einstufe und nicht als Einzelperson (sonst hieße der Account anders) und meine Helfer im Namen des Unternehmens „freiundwunderbar“ agieren, ist das okay. Sie geben sich nicht für mich aus, sondern arbeiten in meinem Namen. Durch die Kennzeichnung der Kommentare hoffe ich auf maximale Transparenz.

Natürlich bleibt es nach wie vor eine Grauzone und ich verstehe, wenn ein paar Leute der Ansicht sein werden, dass dieses Experiment unmoralisch ist oder ich davon profitiere, weil es ja meine Abozahlen positiv beeinflussen wird.

Ich persönlich vergleiche das Experiment tatsächlich mit der Arbeit von Social Media-Agenturen auf kleinem Niveau. Ich fände es persönlich auch nicht richtig, dieses Vorgehen „unter der Hand“ zu machen, ohne dass es Kennzeichnungen gibt und somit alle Welt denken zu lassen, dass ich persönlich die Zeit habe, 50 Kommentare pro Tag zu schreiben – aber ich hoffe auf Nachvollziehbarkeit, indem ich hier darüber berichte.

Es interessiert mich einfach, ob an dem Tipp wirklich etwas dran ist. Das möchte ich mit meinen begrenzten Mitteln testen.

 

Was denkst du?

Mir ist klar, dass dieser Beitrag Kritik hervorrufen wird, also tob dich aus. Was denkst du zu diesem Experiment? Was könnte ich verbessern, um es so neutral wie möglich zu machen und nicht den Eindruck zu erwecken, dass ich einfach mehr Follower haben will? Obwohl ich mich natürlich freue, wenn welche dazu kommen, ganz klar. In erster Linie treibt mich aber die Neugierde an, ob ein einziger Tipp einen großen Effekt auslösen kann.