Wenn Social-Media-Marketing ein Standbein deines Marketing-Mixes sein soll, dann verbringst du viel Zeit damit, Inhalte für Netzwerke zu erstellen, die Accounts zu pflegen, dich zu informieren, wie du an Reichweite und Follower gewinnst, und so weiter. Wie schön ist es da, wenn man ein paar Tools an der Hand hat, die einem die Arbeit erleichtern.

13 Apps und Tools, die dir Arbeit abnehmen

Zunächst sei gesagt: Es gibt glücklicherweise einige Dienste, die du kostenlos nutzen kannst, um beispielsweise Inhalte im Voraus zu planen und automatisch an Datum X zu Uhrzeit Y an Netzwerk Z senden zu lassen, ohne dass du noch einen Gedanken daran verschwenden musst.

Gleichzeitig muss ich erwähnen, dass sehr viele dieser Netzwerke ihre wahre Pracht natürlich erst entfalten, wenn man dafür bezahlt – hier reichen die Preise von rund 10 Euro im Monat bis zu 50 und mehr.

Wie immer gilt: Erst einmal nutzen, was du hast – in unserem Fall nehmen wir also die kostenlosen Dienste unter die Lupe.

Hootsuite

Hootsuite gehört definitiv zu den populärsten Social-Media-Tools. Du kannst dir entweder die App auf dein Handy laden oder deine Beiträge in der webbasierten Version ansehen, neue planen und dir Analysen anzeigen lassen.

Zwar ist die Benutzeroberfläche etwas gewöhnungsbedürftig und du hast keinen Zugriff auf Analysen, aber rein zur Planung von Social-Media-Inhalten (gerade für Instagram), eignet sich dieser Dienst gut.

Buffer

Sieht besser aus als Hootsuite und ich finde die Bedienbarkeit an vielen Stellen auch besser. Buffer funktioniert aber, soweit ich das sehen kann, nur auf Englisch. Wenn das kein Problem ist, gib diesem Tool eine Chance!

Auch hier kannst du eine App benutzen oder die Browserversion. Du kannst einen Posting-Plan ins Leben rufen, Inhalte vorplanen und mehrere Netzwerke verwalten.

Later

Later bietet alle Features, die andere auch bieten – besonders hervorheben möchte ich, dass man beim Bezahlplan ab 9 Dollar im Monat mit Later auch so genannte „Carousels“ vorplanen kann – das fehlt den meisten anderen Netzwerken!

Wer also häufig mehrere Bilder pro Beitrag hochlädt und diese im Voraus planen will, kommt um einen Bezahlaccount bei Later kaum herum.

Fazit der Apps

Im Grunde unterscheiden sich diese Dienste kaum voneinander hinsichtlich ihrer Funktionalität. Probiere einfach aus, mit welchem Anbieter zu am besten zurechtkommst!


Spezielle Apps für Instagram

Da Instagram – im Gegensatz zu einer Facebookseite – nicht von Haus aus die Funktion anbietet, Beiträge im Voraus zu planen, möchte ich im Folgenden noch ein paar Seiten nennen, die bei der Verwaltung deines Instagram-Accounts helfen.

Iconosquare (zur Analyse)

Bei Iconosquare bist du richtig, wenn du eine übersichtliche Darstellung deiner Analysedaten haben möchtest. Beispielsweise wird dir unter jedem Beitrag automatisch angezeigt, wie viele Likes und Kommentare du erhalten hast und wie hoch deine Interaktionsrate (gemessen an der Followerzahl) ist.

Iconosquare ist – soweit ich weiß – bisher das einzige Tool, mit dem du in der kostenlosen Variante sowohl auf Statistik Zugriff hast als auch Beiträge vorausplanen kannst (wenn du die App herunterlädst).
Gilt allerdings nur für Instagram.

UNUM

UNUM, Planoly, Plann und wie sie alle heißen, bieten dir im Grunde die gleichen Möglichkeiten: Du kannst deine Bilder hochladen, nach Belieben arrangieren, den Beitrag schreiben und entweder automatisch veröffentlichen (bei Planoly) oder dich zum Zeitpunkt X an die Veröffentlichung erinnern lassen.

Teilweise gibt es eine Begrenzung, wie viele Beiträge pro Monat hochgeladen werden können.

Planoly

Eine der wenigen Apps (z.B. neben Hootsuite), die automatisches Posten zu Instagram erlaubt bekommen haben (Instagram hat nämlich nur sehr wenigen Diensten diese Erlaubnis erteilt).

Sowohl Planoly als auch Plann erlauben es, 30 Bilder pro Monat hochzuladen.

In der kostenpflichtigen Variante (9 $ im Monat) gibt es zudem erweiterten Zugriff auf Statistiken.

Plann

Im Grunde gleiche Funktionen wie Planoly, nur ohne automatisches Posten. Beide Apps erlauben es dir, Hashtag-Listen zu erstellen, Stories zu planen und kleine Analysen einzusehen.

Apps zur Bildbearbeitung

Wo wir gerade bei Instagram sind: Bildbearbeitung!

Nicht jeder von uns ist Photoshop-Profi oder möchte sich das Abonnement der Adobe-Cloud ins Haus holen, aber seine Bilder bearbeiten will man dennoch. Kein Problem mit diesen Apps:

A Color Story

Sehr gute App, um Filter und Bildbearbeitung zu kombinieren.

Snapseed

Ein echter Photoshop-Konkurrent unter den Apps. Viele Funktionen zur Bildbearbeitung, beispielsweise auch ein Radiergummi zum Entfernen von Unebenheiten (Pickel, unliebsame Dinge im Hintergrund, …). Ein Muss für jeden, der seine Bilder mobil bearbeiten will.

VSCO

DIE Nummer-1-App für Filter-Effekte und Bildbearbeitung für Leute, die mit diesem Thema bisher nicht viel zu tun hatten. Auf jeden Fall ausprobieren!

Lightroom Mobile

Lightroom aus dem Hause „Adobe“ kannst du in begrenzter Weise kostenlos benutzen. Wenn du Lightroom im Cloud-Abo von Adobe hast (beispielsweise, weil du Cover-Designer oder Fotograf bist), dann hast du Zugriff auf alle Funktionen und kannst auch Presets aus deiner Desktop-Version importieren.

Mit Lightroom kannst du die Bilder hinsichtlich der Beleuchtung, Farbtemperatur, Schärfe und so weiter bearbeiten. Ich empfehle die App aber nur für Leute, die sich mit Fotobearbeitung bereits auskennen, ansonsten sind Apps wie „A Color Story“ oder „VSCO“ passender.

Pablo (by Buffer)

Ein toller Browserdienst (keine App!) zur Erstellung von „Text-auf-Foto“-Bildern. Intuitiv und hübsch!

Canva

Professioneller als Pablo und geeignet für alle Möchtegern-Designer, die sich mit Photoshop nicht auskennen. Man kann bei Canva nicht nur Bilder mit Texten erstellen, sondern einfach alles, was das Designerherz begehrt: Titelbilder für Facebook, Flyer, Lesezeichen, Grafiken für jedes soziale Netzwerk, und vieles mehr.

Willst du Anleitungen zu diesen Apps?

Ich habe jetzt aus Gründen der Übersicht keine Vorstellung der einzelnen Apps gemacht. Wenn dich interessiert, wie man Bilder mit einer bestimmten App bearbeitet, lass es mich in den Kommentaren wissen und ich erstelle ein Video dazu, falls es noch nichts auf Deutsch gibt, das uns weiterhilft (beispielsweise habe ich kein gutes Tutorial für „A Color Story“ gefunden).

Best Practice: So klappt es bei mir

Da du dich vielleicht jetzt fragst, welche der vielen Apps dir helfen kann und wo du anfangen sollst, möchte ich dir einmal meinen Arbeitsablauf zeigen. Es wird dir allerdings nichts anderes übrig bleiben als verschiedene Apps auszuprobieren, um herauszufinden, mit welcher du persönlich am besten klarkommst!

So gehe ich vor, wenn ich ein Bild für „@annikabuehnemann“ auf Instagram vorbereite:

  1. Foto machen (mache ich mit meiner Spiegelreflexkamera)
  2. Foto auf Handy überspielen
  3. Lightroom: Bild bearbeiten und Preset anwenden
  4. Am PC: Text tippen (geht schneller als wenn ich das am Handy mache und ich sehe, wie viele Zeichen ich verwendet habe; Limit ist bei 2100)
  5. Text und Hashtags in iPhone-Notizen übertragen
  6. App „Later“ öffnen, dort Bild hochladen und Text einfügen (ich verwende „Later“ nur, weil ich damit Carousels vorplanen kann, also mehrere Bilder pro Beitrag, was bei mir öfter vorkommt)
  7. Bildveröffentlichung vorplanen. Fertig.

Ich hoffe sehr, dass dir diese Liste helfen konnte, mehr Struktur in die Planung deiner Social-Media-Beiträge zu bringen.

Hast du selbst einen App-Tipp? Dann teile ihn gerne mit uns in den Kommentaren!