Diese zehn Fragen solltest du dir stellen, wenn du ernsthaft vom Schreiben zu leben gedenkst.

 

 

Annie West ist nicht nur eine Bestsellerautorin im Bereich der Heftromane, sondern auch sehr hilfsbereit, wenn angehende Schriftsteller sie um Rat fragen. Auf ihrer Internetseite www.annie-west.com gibt sie unter der Rubrik »on writing« zahlreiche Tipps. Mit ihrem Einverständnis habe ich ein paar Fragen von ihrer Seite übernommen, angepasst und erweitert, die du dir stellen solltest, wenn du das Schreiben als Beruf ausüben möchtest.

 

1. Behandelst du das Schreiben als Beruf?

 

Fast wirkt es überflüssig, diese Frage zu stellen, aber doch ist sie eine der wichtigsten und deshalb an erster Stelle.

Willst du überhaupt wirklich vom Schreiben leben? Denkst du jeden Tag daran, wie toll es wäre, nichts anderes zu tun als zu schreiben (und dich als Marke zu positionieren, deine Zielgruppe zu definieren, auf Fernsehen zu verzichten, Marketingmaßnahmen umzusetzen, SEO zu lernen, etc…)? Selbst, wenn du für dich beschließt, »nur« teilweise davon zu leben (gerade dann!), ist die Frage, wie ernsthaft du das betreiben willst, sehr wichtig. Je dringlicher dein Wunsch ist, dein Einkommen über das Schreiben zu erzielen, desto mehr Opfer bringst du in der Anfangszeit und desto motivierter bist du. Oder kurz gesagt: Nur wer vom ganzen Herzen vom Schreiben leben will, hat genug Durchhaltevermögen, sich über viele Monate und Jahre richtig reinzuknien.

Wenn du erstmal für dich beschlossen hast, diesen Wunsch in die Tat umsetzen zu wollen, dann solltest du es auch »nach außen hin« so vertreten. Nimm dein Business ernst, bezeichne dich selbst als Schriftsteller und hör auf, dein Schreiben kleinzureden. Das bedeutet nicht, dass du jedem x-beliebigen Menschen von deinen Büchern erzählen musst, aber wenn er dich fragt, was du tust, antworte zuerst »Ich bin Autor/in«.

 

Weitere Tipps für eine professionelle Einstellung dem Schreiben gegenüber:

 

  • Wenn du gerade schreibst und jemand fragt, was du tust, antworte »Ich arbeite.«
  • Setze dich als Selfpublisher mit folgenden Bereichen auseinander: Online-Marketing, Webseitengestaltung, Buchsatz, Freiberuflichkeit, Zeitmanagement, Motivation. Mein Blog hilft dir natürlich dabei, das Wichtigste zusammenzusuchen
  • Vernetze dich mit anderen Schriftstellern
  • Sprich (chatte/schreibe) jeden Tag mit mindestens 3 Lesern
  • Baue deine Marke jeden Tag weiter auf
  • Versuche aktiv, jeden Tag mit dem Schreiben Geld einzunehmen

 

Nimm deine Schreibarbeit mindestens genau so ernst wie deinen »Brotjob«!

 

2. Schreibst du regelmäßig?

 

Schreiben lernen kann man nur, wenn man auch schreibt. Deshalb ist es nicht nur zu Beginn deiner Schriftstllerkarriere nötig, eine Schreibroutine zu entwickeln. Auch als bereits veröffentlichte/r Autor/in solltest du »im Fluss« bleiben. Wenn der seltene Fall eintrifft, dass du keine Idee hast, was oder worüber du schreiben solltest, probiere es mal mit »Morgenseiten«:

Dabei schreibst du kurz nach dem Aufstehen drei Din A4-Seiten lang irgendetwas auf. Wenn dir nicht einfällt, kannst du ruhig genau das schreiben: »Mir fällt gerade absolut nicht ein, worüber ich schreiben soll, aber Annika hat gesagt, das macht nichts. Man soll einfach drauf losschreiben. Das mache ich hiermit, auch wenn ich noch gar nicht genau weiß, was das eigentlich bewirken soll.« Schreibe auf, was du an diesem Tag noch vor hast, was in den letzten Tagen besonders schön war oder wovon du geträumt hast (wenn du es noch weißt). Worauf du dich freust, was dir Angst macht, woran du denkst.

Der Effekt ist vielfältig: Erstmal bekommst du eine Schrebroutine. Dein Körper und Geist gewöhnen sich daran, nach dem Aufstehen zu schreiben. Wenn du diese Tätigkeit fest in deinen Tagesablauf integrierst, wirst du schon nach wenigen Tagen immens viel mehr produzieren als bisher.

Es ist aber noch so viel mehr: Du wirst den Ballast los, den du schon morgens mit dir herumträgst. Falls du zum Beispiel keine Freude am Arbeitsplatz hast, kannst du diesem Frust schon morgens Luft machen und fühlst dich danach besser. Du kannst deine Träume aufschreiben und beschreiben, was du tun würdest, wenn du vom Schreiben leben würdest. Wie würde dein Tagesablauf aussehen? Was würdest du mit einer Million Euro machen? Und so weiter. Hauptsache, du beginnst, regelmäßig zu schreiben.

 

Meine persönliche Erfahrung, die sich mit der vieler Profis deckt: Wenn du dir eine Schreibroutine angewöhnst, fällt dir das Schreiben leichter, auch wenn du mal keine Lust hast. Womit wir schon beim nächsten Punkt wären:

 

3.  Schreibst du, obwohl du keine Lust dazu hast?

 

Ich habe noch niemanden erlebt, der nicht wenigstens ein einziges Mal keine Lust auf seine Arbeit hatte. Auch als Schriftsteller wird es vorkommen, dass du schlicht und ergreifend keinen Bock hast, an deiner Szene weiterzuschreiben. Es kommt sogar mal vor, dass du auf das ganze Buch keine Lust mehr hast und dich plötzlich viel angenehmeren Dingen widmen willst, beispielsweise auf Facebook zu surfen, E-Mails zu beantworten, mit deinem Bildbearbeitungsprogramm zu experimentieren, Leserunden zu veranstalten oder hundert andere Dinge zu tun, die du alibimäßig unter »Arbeit« zusammenfassen kannst.

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mir noch nie so ergangen ist. Ich habe oft keine Lust, zu schreiben, gerade bei schwierigen Szenen oder wenn ich nicht so richtig zufrieden bin mit dem, was ich vorher geschrieben habe.

Setze dich trotzdem hin. Wenn du davon leben willst, gehört es dazu, sich auch manchmal zum Arbeiten zu zwingen. Du hast die Freiheit, dir deine Arbeit so schön wie möglich gestalten zu können: Schreibe mal in einer neuen Umgebung! Geh in ein Café oder einen Park. Oder koche dir einen besonders leckeren Tee, kuschele dich auf die Couch und nimm dir vor, wenigstens 30 Minuten lang ununterbrochen zu schreiben. Nutze die regelmäßig veranstalteten WordWars und im November den NaNoWriMo, um dich von anderen motivieren zu lassen. Beweise dir selbst, dass du das Zeug dazu hast, auch zu arbeiten, wenn du eigentlich gerade keine richtige Lust hast.

Das unterscheidet dich später von anderen Schreiberlingen. Glaub mir. Wenn du dir angewöhnst, trotz ab und zu mal auftretender Lustlosigkeit dennoch wenigstens 200 Wörter zu schreiben, wirst du nicht nur stolz auf dich sein. Du hast auch dein Projekt vorangebracht und meistens entsteht beim Schreiben die Lust, doch noch weiterzumachen, wenn du dein Soll erfüllt hast.

 

4.  Hast du einen Veröffentlichungsplan?

 

Wenn du mich fragen würdest, was ich bezogen auf meine Bücher für 2017/2018 geplant habe, könnte ich es dir genau sagen. Wie ist es bei dir? Hast du einen Plan für deine kommenden Veröffentlichungen?

Dabei meine ich nur »Ich will nächstes Jahr meinen ersten (zweiten, dritten, …) Roman veröffentlichen«. Hast du dir schon mal überlegt, ob du dein Manuskript auch Verlagen anbieten möchtest? Dann ist der einzuplanende Zeitaufwand ein anderer als wenn du es als Selfpublisher veröffentlichen möchtest. Willst du nur einen Roman veröffentlichen oder mehrere? In welchen Abständen sollen sie erscheinen? Wie lange brauchst du überhaupt für ein Buch? Welche Marketingmaßnahmen willst du realisieren und wie viel Zeit planst du dafür ein? Dabei ist es zweitrangig, ob du das alles schaffst: Mache auf jeden Fall den ersten Schritt, statt darüber nachzudenken, ob du den zweiten schaffen wirst.

Erstelle dir schon jetzt für das kommende und laufende Jahr eine Übersicht darüber, was du planst, damit du zum einen den Überblick nicht verlierst und zum anderen, um dir visuelle Ziele zu setzen, die du erreichen willst.

Apropos Ziele:

 

5.  Hast du dir konkrete Ziele gesetzt?

 

Ich beziehe diese Frage nicht nur auf deinen Veröffentlichungsplan. All dein Handeln sollte einem konkreten Ziel dienen. Das Ziel variiert dabei natürlich. Ich versuche es mal zu veranschaulichen:

 

ziele

 

Das ist natürlich nur ein Beispiel, das eines verdeutlichen soll: Natürlich sollst du in erster Linie schreiben, weil du Spaß hast. Weil es deine Leidenschaft ist, willst du es ja zum Beruf machen (das unterstelle ich an dieser Stelle zumindest – das schnelle Geld lockt dich jedenfalls nicht hierher, denn vom Schreiben zu leben ist harte und oft schlecht bezahlte Arbeit). Das heißt, dein oberstes Ziel ist dein WARUM. Dann splitten sich die Ziele auf, ich habe einfach mal einen möglichen Weg genommen: Wenn du vom Schreiben leben willst, musst du eine Mindestsumme im Monat einnehmen (= X Romane im Sinne von Exemplaren verkaufen), um deine Verbindlichkeiten zu bezahlen. Daraus ergibt sich beispielsweise, dass du drei oder vier Romane im Jahr veröffentlichen solltest, um pro Monat genug zum Leben zu haben (nur ein Richtwert! Manche schaffen das mit einem Roman pro Jahr, andere mit 12). Wenn du alle vier Monate einen Roman veröffentlichen willst (und wir alle kennen Autoren, die monatlich oder achtwöchentlich veröffentlichen, alle vier Monate ist also gar nicht unrealistisch, selbst bei einer Vollzeittätigkeit), dann solltest du versuchen, jeden Tag um die 1000 bis 1500 Wörter zu schreiben (oder setze dir Wochenziele von ca. 7.500 Wörter pro Woche). Nach dieser Methode kannst du deine Ziele in kleine Schritte herunterbrechen.

Beachte, dass du für verschiedene Bereiche auch unterschiedliche Ziele hast. So kannst du zum Beispiel für deine Marketingaktivitäten eigene Ziele festlegen, die nichts mit deinen Schreibzielen zu tun haben.

Bei mir strebt all mein Handeln dem Oberziel entgegen, mir mein Leben komplett so zu gestalten, wie ich es mir wünsche. Und bei dir?

 

6.  Tust du zuerst etwas, um deine Ziele zu erreichen?

 

Es ist Theorie, eine Liste mit schön formulierten Zielen zu haben, aber ausschlaggebend ist dabei die Praxis, weshalb ich das als einzelnen Punkt aufzähle: Bevor du deine erste Handlung des Tages machst (aufs Schreiben bezogen, natürlich), frage dich, ob dich diese Handlung deinen Zielen näherbringt.

Oben habe ich es schon so ausgedrückt: Alles, was du tust, sollte dich deinen Zielen näherbringen.

Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber ich neige dazu, mir passende Ziele zu meinen Handlungen zu erfinden (der falsche Weg!). Das heißt, wenn ich auf Facebook surfe, statt die Szene in meinem Roman zu Ende zu schreiben, die mir so schwer fällt, sage ich mir: »Ich pflege ja meine Kontakte, das dient dem Ziel, seine Fanbasis zu vergrößern und Networking zu betreiben.«

Das ist Quatsch.

Natürlich hilft ein Austausch mit Lesern und Autoren, dieses Ziel zu erreichen, aber ich weiß, dass mein dringlicheres Ziel ist, den Roman zu schreiben. Denn ohne Roman bringt mir meine Leserschaft ja nichts. Andererseits bringt mir der Roman auch nichts ohne die Leser. Beides ist daher natürlich wichtig. Trotzdem schiebe ich persönlich immer Gründe vor, warum ich mich jetzt vor einer wichtigen und dringlichen Aufgabe drücken darf.

 

Tu das nicht.

 

Sei ehrlich zu dir selbst. Wenn du dich in einer Situation ertappst, in der du weißt, dass du dich selbst belügst, halte kurz inne und dann tu das Richtige.

 

7.  Wie viel Zeit verbringst du damit, über das Schreiben zu reden?

 

Das ist eigentlich genau die richtige Frage für mich 😉 Schließlich schreibe ich über das Schreiben. In der Selfpublishergruppe habe ich mal den schönen Satz aufgeschnappt:

»Wer schreiben kann, der schreibt. Und wer nicht schreiben kann, der schreibt darüber, wie man schreiben sollte.«

(sinngemäß wiedergegeben)

 

Den Schuh ziehe ich mir zwar nicht an, denn ich schreibe ja zusätzlich zu diesem Blog an meinen Romanen weiter ( 😉 ), aber vielleicht geht es dir als Autor auch oft so: Man spricht gerne über das Schreiben und hat doch oft Probleme, sich zum Schreiben zu motivieren (ich hoffe, mein Blog hilft dir bei diesem Punkt).

Wie ich schon sagte, ist es natürlich wichtig, sich auszutauschen. Aber vergiss über das ganze »vom Schreiben reden« nicht das Schreiben an sich. Ich plädiere dafür, dass du jeden Morgen vor der Arbeit 30 Minuten schreibst. Mit etwas Routine schaffst du in dieser Zeit irgendwas zwischen 250 und 1000 Worten und hast so schon einen Großteil deines Tagesziels erreicht. Danach kannst du den ganzen Tag über das Schreiben reden (oder dich von Facebook und Co. ablenken lassen).

 

8.  Wie viel Zeit verbringst du mit unnötigem Surfen?

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Hobbyautor und einem professionellen Autor? Der Hobbyautor hat ein schlechtes Gewissen, wenn er zu lange auf Facebook surft, der Profi hat dafür keine Zeit.

Das mag hart klingen, aber die Autoren, die ich kenne und die erfolgreich Bücher veröffentlichen, haben kaum Zeit, um sich zum Beispiel in alle möglichen Gruppen einzubringen, ständig zu chatten, sämtliche Seiten zu liken oder in anderen Netzwerken zu surfen. Sie wissen, was jetzt wichtig ist: Den nächsten Roman zu schreiben.

Entbehrung gehört meiner Meinung dazu, wenn man vom Schreiben leben will. Das heißt nicht, dass du nie wieder in deinem Leben ziellos in sozialen Netzwerken surfen darfst oder dass du ab jetzt allen Filmen entsagen musst, die im Fernsehen laufen.

Aber du solltest Prioritäten setzen.

Es gibt ein Tool namens Rescue Time, das deine Produktivität aufzeichnet. Es läuft im Hintergrund und zeichnet auf, welche Programme und Webseiten du öffnest. Je nach dem, was da so geöffnet ist, giltst du als produktiv (z.B. bei geöffneten Word- oder Exceldokumenten), oder als unproduktiv (bei geöffneter Facebook-Seite). Mehr noch, du kannst Seiten deaktivieren, die dich am meisten ablenken, dir einen Produktivitäts-Score errechnen lassen und so genau nachverfolgen, was dich eigentlich ablenkt.

Zwei weitere nützliche Tools:

 

Focus@Will

Eine supergeniale Webseite mit Musik, die wissenschaftlich erwiesen wohl die Konzentration erhöhen soll. Ich habs ausgetestet und bin begeistert! Für alle Geschmäcker etwas dabei. Lohnt sich absolut!

 

Selfcontrol für Apple-Produkte // Freedom (trotz der irreführenden URL) für Windows und Mac

Wenn es dir schwer fällt, Facebook, Twitter oder andere Seiten geschlossen zu lassen, du aber noch online sein möchtest, kannst du mit dieser Software gewisse Seiten sperren.

 

9. Verlierst du dich in zu vielen Details?

 

Angenommen, du schreibst einen historischen Roman. Natürlich musst du eine gewisse Recherche dafür durchführen, wenn du noch kein sehr großes Hintergrundwissen hast. Wie lebten die Menschen denn im Jahr 1802 in Paris? Was trugen sie? Welche Einstellung hatten sie gegenüber Religion, der Politik, der Familie? Wie sah der Alltag in den verschiedenen sozialen Schichten aus?

Auch wenn du einen Krimi schreibst, ist das mitunter mit aufwändigen Recherchen verbunden. Wie macht man unsichtbare Blutspuren sichtbar? Wie lange brauchen DNA-Tests, bis man ein Ergebnis hat? Kann man Spuren im Internet nachverfolgen, obwohl eine entsprechende Software installiert war? Und so weiter.

Die Gefahr dabei: Du schreibst den Roman nicht.

Wenn du ohne Ende recherchierst, ist das zwar sehr löblich, aber deine Geschichte schreibt sich nicht von selbst. Mut zur Lücke! Benutze Platzhalter oder die Kommentarfunktion deines Schreibprogrammes, wenn noch Recherchen fehlen. Setze deine Prioritäten neu: Recherchiere nur das Nötigste, dann bringe die Geschichte zu Papier. Beim Überarbeiten kannst du dann weiter recherchieren.

Gleiches gilt für den Non-Writing-Bereich, also für deine Marketingmaßnahmen, Gewinnspiele, Leserunden, Gimmicks, Coverbilder, und so weiter und so fort. Hier ist man sehr schnell versucht, stundenlang Zeit damit zu verbringen, das eine oder andere zu machen. Siehe Punkt 6: Mache zuerst die Sachen, die dich deinem Ziel näherbringen. Das kann mal eine Leserunde sein, und deine Cover sollen natürlich (wenn du sie selbst erstellst) auch nicht amateurhaft aussehen. Frage dich aber trotzdem, wenn du an einer Sache länger als 30 Minuten hängst, ob sie so wichtig und dringlich ist, dass sie jetzt vor allem anderen getan werden muss.

 

10. Hast du „deinen Weg“ gefunden?

 

Diesen Punkt möchte ich dir wirklich ans Herz legen. Ich kann so viele Tipps wie ich will aufschreiben, es wird immer jemanden geben, auf den sie nicht passen oder der sie nicht gänzlich umsetzen kann.

Du solltest dich bei allen Informationen, Tipps und Tools immer fragen, ob es auf dich passt und ob du es für dich probieren willst. Und wenn du nach einer Testphase feststellst, dass du zum Beispiel nicht früher aufstehen kannst, um zu schreiben, dann überlege dir, wie du trotzdem deine Ziele erreichst. Ich kann nur sagen, was mir hilft und was anderen geholfen hat.

Ob es dir auch hilft, musst du selbst herausfinden.

Schreiben soll dir Spaß machen. Ein bisschen Zwang und „sich überwinden“ gehört manchmal dazu, wenn du es professionell machen willst, aber wenn du merkst, dass dir alles über den Kopf wächst, du wochenlang kein Wort zu Papier bringst und dich blockiert fühlst, dann höre auf deinen Körper und Geist und gönne dir eine Auszeit.

 

Lass dich nicht verunsichern, weder von mir noch von anderen. Höre dir verschiedene Meinungen und Vorschläge an, vergleiche sie und wähle das, was am besten zu dir passt. Das solltest du dann aber auch durchziehen.

 

Ich hoffe, diese zehn Tipps konnten dich dazu bewegen, dich selbst mal zu überprüfen und dich zu fragen, was du eigentlich willst und wie du es erreichst.