Miranda J. Fox hat sich zu einem Interview auf Vom Schreiben leben bereiterklärt. Die exotische Autorin schreibt Liebesromane und kann mittlerweile sogar davon leben. Aber lies selbst:

 

Bitte stelle dich kurz vor. Wer bist du, was machst du, was schreibst du?

Ich schreibe unter dem Pseudonym Miranda J. Fox Liebesromane, lebe in Berlin und widme mich voll und ganz dem Schreiben.

 

Hast du ein Pseudonym gewählt und wenn ja: warum?

Ja. Das Pseudonym habe ich gewählt, weil ich unter meinem wahren Namen Lolaca Manhisse Fantasy Romane und Thriller schreibe. Da ich erst später zu den Liebesromanen kam, wollte ich meine Leser nicht verwirren – daher das Pseudonym.

 

Seit wann lebst du vom Schreiben? / Wie kam es dazu?

Seit Mitte 2014. Leben konnte ich zwar schon viel länger vom Schreiben, aber ich wollte mich nicht Hals über Kopf in die Selbstständigkeit stürzen und erst einmal meine Verkäufe beobachten. Ich ließ mich in meinem Job als Teilzeitkraft einstufen, um mehr Zeit zum Schreiben zu haben und als die Verkäufe nach einem Jahr weiterhin anstiegen und sich meine Bücher einem immer größeren Publikum erfreuten, wagte ich den Schritt.

 

Welche Ängste hattest du vor diesem Schritt?

Existenzängste plagen jeden, denke ich – jemanden der sich selbst um den Geldfluss kümmern muss, natürlich noch mehr. Ich hatte aber weniger Angst davor den Schritt zu gehen, sondern wollte erst einmal meine Chancen auf dem Buchmarkt abwägen.

 

Wie hast du die Ängste überwunden?

Ganz einfach. Ich habe während meiner Teilzeittätigkeit viel geschrieben und einen beachtlichen Teil meiner Einnahmen zurückgelegt. Nicht nur für die Steuern, sondern als Puffer, sollte es mal mit einem Buch oder einer Reihe weniger gut laufen. Es lässt sich nämlich viel entspannter arbeiten und leben, wenn man nicht um jeden Verkauf bangen muss.

 

Gibt es Sorgen, wenn du in die Zukunft blickst? Wenn ja, wie wirst du sie angehen?

Manchmal frage ich mich schon, ob ich in 30 Jahren immer noch schreiben und davon leben werde, aber das Gute ist ja, dass die Menschen nie aufhören werden zu lesen – ich daher auch immer etwas zu tun habe. Ich bin also optimistisch und für den Fall der Fälle, habe ich ja immer noch einen Beruf gelernt.

 

Veröffentlichst du auch als Verlagsautorin?

Als Verlagsautorin habe ich angefangen, ja.

 

Warum jetzt das Self Publishing?

Nach einigen Unstimmigkeiten bei der Covervorgabe und der zu langen Veröffentlichungszeit habe ich das Selfpublishing für mich entdeckt, mit dem ich ganz selbstständig meine Bücher veröffentlichen konnte. Bevor mein Debütroman nämlich beim Verlag erschien, hatte ich schon drei weitere Bücher geschrieben und schnell gemerkt, dass mir der Veröffentlichungsprozess eines Verlages viel zu lange dauert. Es ist aber nicht so, dass ich heute nicht wieder für einen Verlag schreiben würde, denn nun habe ich ja die Möglichkeit, parallel via KDP zu veröffentlichen. Mein Roman „Eine Zugfahrt ins Glück“* ist zum Beispiel kürzlich beim Verlag Amazon Publishing erschienen. Ich fahre also zweigleisig und bin sehr zufrieden damit.

 

Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei dir aus?

Morgens bin ich am produktivsten, deshalb schreibe ich von 8.00 bis 12.00 Uhr durch, möglichst ohne Unterbrechung. Danach wird der Haushalt gemacht, eingekauft und was sonst noch anfällt und dann geht es wieder an den PC zurück. Buchhaltung, Marketing, Leserfragen beantworten, Webseiten und Kanäle pflegen, Interviews geben, mit Lektorat und Coverdesignern zusammenarbeiten, Werbung schalten, Gewinnspiel veranstalten, Verträge aushandeln, Blogvideos drehen, Berichte auf der Webseite veröffentlichen und und und. Das nimmt den größten Teil des Tages in Anspruch, aber damit ist meine Arbeit noch nicht vorbei. Abends widme ich mich nämlich wieder dem Schreiben und das vorzugsweise von 18.00 – 22.00 Uhr. Ich versuche mir also mindestens acht Stunden am Tag zum Schreiben zu nehmen.

 

Nicht schlecht, Hut ab! Du bist also mit jeder Menge Leidenschaft dabei. Was, glaubst du, wäre wohl deine Leidenschaft, wenn es nicht das Schreiben wäre?

Ich habe noch einen YouTube Kanal, auf dem ich regelmäßig Coversongs hoch lade. Meine zweite Leidenschaft ist also das Singen.

 

Na dann, hören wir uns das doch mal an:

 

 

In welchem Genre würdest du am liebsten schreiben, wenn es nicht Krimi nicht gäbe?

Ich lege mich ja ohnehin nicht auf ein einzelnes Genre fest, sondern schreibe Liebesromane, Fantasy und Thriller. Ich denke, dabei werde ich auch bleiben.

 

Lebst du ausschließlich vom Verkauf deiner Bücher oder hast du weitere Einnahmequellen?

Ja. Ich lebe ausschließlich vom Verkauf der Bücher.

 

Wie viele Wörter schreibst du in etwa pro Tag?

Wörter habe ich noch nie gezählt, ich messe lieber in Seiten. An sehr produktiven Tagen kann ich auch schon mal 25 oder mehr Taschenbuchseiten schreiben.

 

Was fällt dir beim Schreiben besonders schwer?

Übergänge zu schreiben und hin und wieder Passagen einzubauen, bei denen der Leser zur „Ruhe“ kommen kann. Meine Thriller und Fantasy Romane sind nämlich sehr spannend und actionreich und genau solche Romane brauchen auch mal eine Spannungspause.

 

Und woran hast du am meisten Spaß?

An Szenen, in denen sich die Protagonisten necken.

 

Worin würdest du dich selbst gerne noch verbessern?

In allem, denn Schreiben ist ein Handwerk und daran kann man immer feilen.

 

Was rätst du Schriftstellern, die vom Schreiben leben möchten?

Dass sie versuchen sollten, sich mit jedem Roman zu verbessern. Wenn konstruktiv, auch schlechte Kritik anzunehmen, gleichzeitig aber seinen eigenen Stil beizubehalten. Als Beispiel: Ich habe eine Leserin, die meine Vampirromane ganz toll aber gleichzeitig zu actionreich findet. Das schrieb sie mir beim ersten Buche, beim zweiten, dritten und so weiter. Das ist aber nun mal der Stil, in dem ich meine Vampirromane schreibe und den werde ich nicht ändern. Ich setze also nicht jede Kritik um, sondern filtere heraus, was ich für mich nutzen kann. Andernfalls würde ich mich am Ende gar nicht mehr in meinen Büchern wiederfinden.

 

Was ist dein „Geheimrezept“, um sicherzustellen, dass sich deine Bücher auch verkaufen?

Es gibt keins, leider. Ich schreibe einfach so, wie ich die Romane gern selbst lesen würde und das scheint meinen Lesern glücklicherweise zu gefallen.

 

Danke für das Interview!

 

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