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Leitsätze eines Superhelden – Nr 1: Ich weiß, was ich will

Die vier Leitsätze eines Superhelden

Du bist ein Superheld, ich bin ein Superheld – jeder ist auf seiner eigenen Reise. Und Superhelden brauchen feststehende Glaubenssätze, damit sie in Krisensituationen bestehen können. Ich stelle euch hier den ersten von vier Grundsätzen vor, die ich jedem empfehle, der seine Träume umsetzen will.

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Nummer 1: „Ich weiß, was ich will“

Jeder, der sich intensiv mit Zeitmanagement und den Fragen rund um das Thema „seinen Traum verwirklichen“ beschäftigt, stellt fest, dass sich vier Bereiche stets wiederholen. Tim Ferriss hat diese in seinem Bestseller „Die 4-Stunden-Woche“ ebenfalls als Grundlage genommen und auch ich stütze mich auf diese vier Leitsätze, die ich so nenne:

  • Ich weiß, was ich will
  • Ich weiß, was wichtig ist
  • Ich weiß, wer das macht
  • Ich weiß, wann ich es tu

Wenden wir uns zuerst dem ersten Satz zu:

Ich weiß, was ich will

Wer seine Träume umsetzen will oder auch nur ein bisschen effektiver arbeiten möchte, kommt um Definitionen nicht herum. Wenn ich nicht weiß, worauf ich eigentlich hinarbeite, kann ich den Weg zum Ziel nicht festlegen. Definiere ich aber mein Ziel, also beispielsweise „Ich will 500 Euro im Monat mit meinen Büchern verdienen“ oder „Ich möchte pro Woche 2 Stunden mehr Zeit zum Schreiben haben“, kann ich mir konkrete Überlegungen zur Umsetzung machen.

Smarte Ziele

Bevor ein Ziel definiert wird, lohnt sich ein Abstecher ins Projektmanagement. Dort gibt es den Begriff des „SMARTen Ziels“, wobei SMART ein Akronym ist und die Vereinbarungen beschreibt, aus denen ein Ziel bestehen sollte.

S wie spezifisch

Ein Ziel sollte so präzise wie möglich formuliert sein. „Ich möchte vom Schreiben leben“ ist denkbar allgemein gehalten und eignet sich als Ziel nicht sonderlich. Man müsste erst definieren, wie viel Geld dazu notwendig ist, was „Schreiben“ alles meint, in welchem Zeitrahmen das Ziel erreicht werden soll, und vieles mehr. Je genauer ein Ziel beschrieben wird, desto besser ist es umsetzbar.

M wie messbar

Wann ist das Ziel erreicht? Ziele müssen irgendwann erreicht werden, um Frust vorzubeugen. Wann lebt man vom Schreiben? Bei einem Verdienst von 1000 Euro im Monat? Oder eher 10.000? Woran erkenne ich, dass ich mein Ziel erreicht habe? Es muss Indikatoren geben, die das feststellen. Große Ziele sollten heruntergebrochen werden in mehrere kleine, um regelmäßig Erfolge feiern zu können, was die Motivation hebt.

A wie attraktiv (alternativ: akzeptiert)

Ich halte „attraktiv“ in unserem Rahmen für die angemessenere Erklärung. „Akzeptiert“ hieße, dass alle, die in den Entscheidungsprozess involviert sind, mit dem Ziel einverstanden sein müssen. Für die Einzelperson ist aber ein attraktives Ziel zuerst wichtiger. Mit anderen Worten: Die Motivation, das Ziel zu erreichen, muss so hoch wie möglich sein. Für Dinge, die einem nicht wichtig sind, strengt man sich nicht oder nur unzureichend an. Dies kollidiert in manchen Fällen eventuell mit dem nächsten Punkt, aber im Zweifel kann es tatsächlich besser sein, das Unmögliche zu versuchen, statt unzureichend motiviert etwas Realistisches anzustreben. Wenn der Antrieb groß genug ist, ist man auch zu großem fähig.

R wie Realistisch

Wie eben angesprochen, würde ich diesen Punkt nahezu in Klammern setzen. Die gesetzten Ziele sind besonders erstrebenswert, wenn sie unrealistisch erscheinen. Einen Bestseller wie Joanne K. Rowling zu schreiben, ist unrealistisch. Aber wenn ich meine gesamte Energie daran setze, diesen Traum umzusetzen, schaffe ich es vielleicht, einen ziemlich genialen Roman zu verfassen, der viel Geld bringt. Natürlich gehören noch sehr viel mehr Faktoren als bloße Motivation dazu, es soll auch nur ein Beispiel sein.
Die meisten Menschen schätzen ihre Konkurrenz zu hoch und sich selbst zu schlecht ein. „Es reicht mir, wenn ein paar Leute meine Bücher kaufen“ ist weitaus weniger ambitioniert als „Ich will einen Nummer-1-Bestseller landen“. Was glaubst du, wer hat im Laufe seiner Karriere mehr „Erfolg“, wenn man es anhand der Verkaufszahlen misst? Tatsächlich der Träumer und nicht der Realist.
Warum?
Weil der Träumer eine Vision hat: Er will die Nummer eins werden. Dafür kniet er sich mehr in die Materie als der Realist. Er liest intensiver, beschäftigt sich mehr mit den Hintergrundbegebenheiten, analysiert den Markt und versucht, das bestmögliche Buch zu schreiben, das ihm gelingt.
Ein Ziel als realistisch zu bezeichnen, heißt aber auch, dass es durch das eigene Verhalten beeinflussbar ist. „Gerechte Verteilung der Nahrung an die Weltbevölkerung“ wäre ein sehr ehrenwertes Ziel, das aber durch eine Einzelperson nicht beeinflussbar ist. Vom Schreiben zu leben hingegen ist zwar als Gesamtziel zu vage, aber immerhin beeinflussbar durch mich selbst.
Aber Achtung: Ist der Traum zu unrealistisch, ist ein Scheitern natürlich vorprogrammiert und damit auch der Frust. Man muss lernen, den Mittelweg zu finden.

T wie Terminiert

Dieser Punkt ist schlicht und ergreifend eine Deadline. Bis wann soll das Ziel erreicht werden? Dieser Punkt beugt Prokrastination (Aufschieberitis) vor. „Einen Roman schreiben“ als Ziel kann man immer wieder nach hinten verschieben. „In 12 Monaten meinen Romanmanuskript geschrieben haben“ ist definiert und terminiert – davon abgesehen außerdem auch attraktiv und realistisch und somit ein perfektes Beispiel für die Anwendung der SMART-Regel zur Erstellung von Zielen.

Fazit

  • Man muss sich nur an vier Grundsätze halten, um seine Träume zu erfüllen
  • Der erste lautet: Ich weiß, was ich will
  • Das bedeutet, man muss seine Ziele definieren
  • Ein effektiver Ansatz zur Zielsetzung ist die Nutzung SMARTer Ziele:
    • spezifisch (definiert/formuliert)
    • messbar
    • attraktiv
    • terminiert

Annika Bühnemann hat eine Mission: kreative Frauen wie dich dabei zu unterstützen, endlich ihr eigenes Buch zu schreiben. Mehr noch: Sie hilft dir, durch Journaling zu der Person zu werden, die erreicht hat, was du dir wünschst. Annika ist multipassioniert, enthusiastisch und hochmotiviert, mit denjenigen zu arbeiten, die sich von ihr anstecken lassen. Auf dass du mit dem Kopf in den Wolken hängst und fest mit der Erde verwurzelt bleibst!

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