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3 Fragen für mehr Spaß an der Buchhaltung

9. Dezember 2016

“Ich liebe Buchhaltung!” – wie oft hörst du diesen Satz? Vermutlich nicht besonders häufig, außer vielleicht, du bist a) Buchhalter oder b) … tja, weiß ich auch nicht.

Oder doch?

Wie fühlt es sich für dich an, wenn du an das Thema “Buchhaltung” oder “Finanzen” im Allgemeinen denkst? Bekommst du einen Knoten im Magen oder erfüllt es dich mit Freude, auf den nächsten Kontoauszug zu warten?
Oder gehörst du vielleicht sogar zu den Menschen, die jeden Tag ihren Kontostand prüfen – entweder weil du Angst vor unerwarteten Abbuchungen hast oder weil es dir Spaß macht, dein Geld dort liegen zu sehen?

Du wirst was du denkst.

Inspiration für diesen Artikel war tatsächlich ein Auslöser bei mir selbst. Ich nehme mir jeden Mittwoch vor, meine Buchhaltung auf einen guten Stand zu bringen. Es ist ein fester Termin in meinem Kalender, aber immer wieder verschiebe ich es, mache doch etwas anderes und denke mir “Ach, ich mach das nächste Woche.”

Das nervt mich. Ich möchte nicht, dass Buchhaltung für mich etwas Negatives ist, mit dem ich mich am liebsten nicht beschäftigen möchte. Im Gegenteil: Es wäre mir am liebsten, wenn ich Spaß daran hätte! Und an diesem Punkt setze ich heute an.

 

Drei Fragen für mehr Spaß an der Buchhaltung

 

Zuerst einmal ist es in meinen Augen wichtig, seine Haltung dem Thema gegenüber zu analysieren und gegebenenfalls zu ändern. Daher meine Fragen zu Beginn: Was assoziierst du momentan mit “Buchhaltung?” Am besten schreibst du es tatsächlich auf, denn konkrete Worte zwingen uns, diffuse Gefühle tatsächlich zu analysieren.

 

Frage 1: “Was assoziiere ich mit Buchhaltung?”

 

Mögliche Antworten: Stress, nerviges Heraussuchen von Papieren, Ordnung, Übersichtlichkeit, Chaos, Verpflichtungen, Einschränkungen, …

Wenn du weißt, welche Gefühle bei dir aufkommen, kannst du sie auf Papier bannen und neutral betrachten. Was steckt dahinter?

 

Frage 2: Wieso fühle/denke ich das?

 

Hast du vielleicht vor etwas Angst? (Ich für meinen Teil habe ständig Angst, dass ich irgendeine Rechnung oder Verpflichtung vergessen habe und plötzlich einen Riesenhaufen Geld bezahlen muss). Hast du schlechte Erfahrung gemacht? Nervt dich einfach der Zeitaufwand? Was ist es, das du an der Buchhaltung nicht magst?

Im zweiten Schritt überlegst du dir, warum du so denkst und warum eine bestimmte Verknüpfung mit dem Thema herrscht. Wie haben deine Eltern über das Thema “Finanzen” gedacht? Wie bist du aufgewachsen? Wie geht ihr in eurer Familie damit um?

Wenn du weißt, woher diese Gefühle und Gedanken kommen, kannst du sie ändern.

Hinterfrage genau, warum du Assoziation A oder B hast und bewerte es neu!

Beispiel:
Angenommen, du findest, Buchhaltung sei ein notwendiges Übel, das keinen Spaß macht. Du schreibst es auf und überlegst, warum du das eigentlich denkst. Dir fällt ein, dass dein Vater ständig über das Finanzamt gemeckert hat, als du ein Kind warst. Einmal waren sogar Leute da, die Geld eintreiben wollten, denn dein Vater war überschuldet und hatte große Mühe, seine Tischlerei am Laufen zu halten. Buchhaltung war für ihn immer etwas, das er weder beherrschte noch mochte.
Du erkennst, dass das nicht deine Erfahrungen sind, sondern die deines Vaters. Wenn du mal ganz losgelöst von deinen Eltern überlegst, was Buchhaltung dir getan hat, fällt dir nicht viel ein. Ja, die Einkommensteuererklärung dieses Jahr war anstrengend und nächstes Mal willst du die Belege schon im Vorfeld parat haben, aber immerhin hast du auch 500 Euro vom Finanzamt zurückbekommen. Im Grunde zeigt dir deine Buchhaltung, was du tatsächlich einnimmst und ausgibst und du bekommst einen guten Überblick.
Du beschließt, der Buchhaltung eine neue Chance zu geben, sich beliebt zu machen.

 

Frage 3: Was will ich stattdessen fühlen/denken?

 

Ich erzähle dir nichts Neues, wenn ich davon schwärme, wie grandios wir Menschen konstruiert sind. Das, was wir in voller Überzeugung denken, ist unsere persönliche Wahrheit. Kurz gesagt: Wenn ich davon überzeugt bin, dass Buchhaltung gut für mich ist und Spaß machen kann, dann wird es auch so eintreten. Es ist eine selbsterfüllende Prophezeiung.

Nachdem du also weißt, wie du NICHT mehr über Buchhaltung denken möchtest, ist es an der Zeit, neue so genannte “Glaubenssätze” zu formulieren Wie willst du in Zukunft fühlen, wenn es um Buchhaltung geht?

Schreibe es auf und hänge es gut sichtbar an deinen Schreibtisch oder einen Platz, an dem du täglich bist.

Es ist wichtig, dass sich diese Botschaft in dein Unterbewusstsein brennt! Immer, wenn du diesen Satz liest (z.B. “Buchhaltung hilft mir, den Überblick zu behalten”), verankert er sich ein Stück mehr in deinem Unterbewusstsein.

 

Sorge dafür, dass du positive Erfahrungen machst

 

Um den neuen Glaubenssatz zu etablieren und zu verfestigen, schlage ich vor, dass du dafür sorgst, in Zukunft positive Erlebnisse mit dem Thema “Buchhaltung” zu verknüpfen. Ich spreche nicht von der “danach gönn ich mir ein Eis”-Taktik – hierbei wird die Buchhaltung wieder als Übel deklariert, durch das man durch muss, um sich belohnen zu dürfen.

Überlege dir genau, was sich ändern müsste, damit du mehr Spaß an Buchhaltung hast.

Persönlich kann ich dir sagen, dass ich sehr viel mehr Spaß mit Buchhaltung habe, wenn ich alles digital und online erledigen kann. Ich möchte es so einfach und schnell wie möglich haben. Auf Netzsieger gibt es eine Übersicht mit verschiedenen Buchhaltungssoftwares, und auch eine sehr gute Erklärung, worauf man achten sollte.

Ich hatte selbst im letzten Jahr eine Online-Buchhaltungssoftware, habe sie dann aber (um Geld zu sparen) wieder eingestampft. Weißt du was? Das war ein Fehler. Ich dachte, ich könne mir auch mit einer einfachen Excel-Tabelle helfen, aber ich habe mal wieder festgestellt, dass das für mich nicht passt. Ich habe keinen Spaß an Excel-Tabellen, ich will etwas, das schön aussieht und zum Bedienen einlädt! Das ist meine ganz persönliche Erkenntnis, aber vielleicht geht es dir ja ähnlich.

Was kannst du also tun oder ändern, um deine Buchhaltung zu einem positiven Erlebnis zu machen?

Vielleicht reicht es dir schon, jeden Monat zu sehen, dass du mit deinem Traum, dem Bücherschreiben, tatsächlich Geld eingenommen hast.

 

Steuerberater ja oder nein?

 

Übrigens heißt eine Buchhaltungssoftware nicht, dass der Steuerberater jetzt überflüssig wird. Ich finde es wichtig, dass man selbst einen guten Überblick über alle Kontoein- und -ausgänge hat und nicht alles an den Steuerberater delegiert. Die einfache Buchhaltung schaffst du auch selbst! Es stärkt dich in deinem Unternehmerdenken und hilft dir, den Umgang mit Finanzen zu verbessern. Den Steuerberater würde ich für weiterführende Schritte einschalten, also zum Beispiel für Steuervorauszahlungen oder wenn es an die Einkommensteuererklärung geht.

 

Was denkst du über das Thema?

 

Jetzt würde mich sehr interessieren, wie du über das Thema “Buchhaltung” denkst. Positiv? Negativ? Neutral? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Wenn dir der Artikel irgendwie geholfen oder dich motiviert hat, teile ihn gerne mit deinen Freunden:

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GEDANKEN DAZU
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Hallo Annika,

Freudenschreie mache ich auch nicht, wenn es an die Buchhaltung geht (warum eigentlich nicht? Bisher gab’s immer Geld zurück vom Finanzamt.) , aber ich versuche, mir alles so einfach und übersichtlich wie möglich zu machen, damit nicht am Anfang des Jahres, wenn es an die Steuererklärung geht, alles drunter und drüber geht.

Ich benutze eine Finanzsoftware für die täglichen Geschäfte und dazu eine Excel-Tabelle, in der ich Informationen zu meinen Einnahmen und Ausgaben laufend aktualisiere und unter entsprechenden Posten zusammenrechnen lasse (danke, Excel!). Dazu gehören z. B. meine Einkünfte aus verschiedenen Quellen, Ausgaben für Fortbildung, Arbeitszimmer, Fachliteratur, Büromöbel usw.

Die passenden Belege hebe ich alle in einem Ordner, der speziell für die Steuererklärung vorgesehen ist, auf, damit ich im Januar alles (oder zumindest das meiste) schon zusammen an einem Platz habe und nicht mehr lange suchen muß. Bis jetzt habe ich die Steuererklärung immer noch alleine geschafft, ohne daß ich einen Steuerberater dazugenommen habe.

Für die Abgabe von Steuererklärung, GuV-Rechnung und Umsatzsteuer (letztere ist besonders einfach, da ich als Kleinunternehmerin auf die Ausweisung der Umsatzsteuer verzichte und daher alles mit Nullen ausfüllen kann) verwende ich die ganz ordinäre Online-Version des Elsterformulars.

Eine Buchhaltungssoftware habe ich bis jetzt noch nicht benutzt. Was ich mir allerdings manchmal hole, sind die Steuerratgeberheftchen von Stiftung Warentest.

Sollten die Einkünfte und Ausgaben irgendwann mal unübersichtlicher werden, werde ich wohl einen Steuerberater hinzuziehen. Trotzdem werde ich weiter meine Finanzsoftware und meine Tabelle benutzen; nicht nur, weil es beruhigt, wenn man weiß, wie man finanziell dasteht, sondern auch weil es die Angst und den Streß vor der Buchhaltung nimmt, oder nicht?

Viele Grüße

Birgit

Ich gebe dir so recht, dass es einfach nur noch schlimmer wird, wenn man negative Gedanken über Buchhaltung hat. Das habe ich dieses Jahr auch erkannt und dem mithilfe eines Kurses über Finanzen entgegengesteuert. Ich habe auch erst eine Online-Buchhaltungssoftware verwendet, aber die hat mir keine Arbeit abgenommen, weil ich sowieso noch mal alles in Excel festgehalten habe (ich mag es, dass ich darin alles nach meinem Geschmack verändern kann. Diese Flexibilität hatte meine Software nicht). Dank des Kurses sehe ich der Buchhaltung jetzt viel entspannter entgegen und habe einen besseren Überblick, aber ich habe mich auch noch nicht dazu durchgerungen, mich mehr als einmal im Monat damit zu beschäftigen.^^

Mit welcher Online-Buchhaltungssoftware hast du gearbeitet? Ich bin momentan bei Billbee, aber das ist eher ein Rechnungs- als Buchhaltungsprogramm.

Liebe Grüße

Hallo,
ich wundere mich auch immer, wie sehr Buchhaltung und Steuererklärung als belastend wahrgenommen wird. Das scheint so ein gemeingesellschaftliches Trauma zu sein.
Ich finde es nicht schlimm, im Gegenteil, ich beschäftige mich ganz gerne mit meinem Geld. Wenn ich meine Einnahmen und Ausgaben gebucht habe, habe ich einen guten Überblick, wie ich gerade dastehe. Und das ist doch toll, oder? Ich mein, ich arbeite doch nicht nur aus Spaß, sondern auch um Geld zu verdienen. Bei der Steuererklärung ist das ähnlich. Sie gehört nunmal dazu, also wird sie gemacht. Strategisch natürlich dann, wenn es für mich am besten passt. Also früh, wenn ich Geld zurückerwarte und spät, wenn ich weiß, dass ich zahlen muss. Dank des Überblicks ist das auch nicht schwer einzuschätzen. Tschüs Gisela

Das du dich auch damit befasst- alle Achtung!
Ich habe in meinem vorigen Leben die Buchführung auf der Meisterschule gepaukt und gehasst, bei einem Lehrer, der das Wissen nicht gut rüberbringen konnte. Aber es war für die Prüfung erforderlich. Im späteren Geschäftsleben habe ich dann auf Grund dieses Wissens die G+V -Rechnung sowie Bilanzen selber gemacht -in den damaligen Zeiten zunächst zu Fuß -eh, per Hand, dann mit einer Software gemacht. Und es hat mir sogar Spaß gemacht, trotz aller sonstigen Belastungen.
Heute versuche ich nur noch, Bücher zu schreiben. Da brauche ich die doppelte Buchführung nicht mehr.
Aber deine Blogs finde ich super. Die kann ich gar nicht alle lesen, bei der Vielzahl.

Liebe Grüße
Werner

Ich stimme zu, dass Buchhaltung nicht immer Spaß macht. Dennoch muss es getan werden. Alles online zu arrangieren macht es viel einfacher. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Musik einschalten kann, wenn man daran auf dem Computer arbeitet. Das macht dann schon mehr Spaß.

Hallo Annika, vielen Dank für diesen Artikel. Ich gründe einen kleinen Betrieb und wollte zunächst die Buchhaltung selbst übernehmen. Aber ich habe gemerkt, dass das nicht mein Spezialgebiet ist. Und wie Sie auch erwähnen, habe ich Angst davor. Deshalb werde ich Ihrem Rat folgen und stattdessen einen Steuerberater für die Buchhaltung beauftragen.

Super Beitag! So kann Buchhaltung tatsächlich spass machen. Gibt es auch Tipps zu Buchhaltungssoftware für eine KMU?

GEDANKEN ÄUSSERN

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Moin, ich bin Annika. Ich helfe dir, deinen besten Roman zu schreiben und ihn dann so zu veröffentlichen, wie du es dir vorstellst, ob mit oder ohne Verlag.

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