„Dann erzähl doch mal, warum du mich sprechen wolltest“, fordere ich Lisa auf. Lisa hatte mir über Facebook eine Nachricht geschrieben, dass sie sich Rat von jemandem erbittet, weil sie irgendwie kein Geld verdient mit ihren Büchern.


„Ich habe mittlerweile vier Bücher geschrieben und veröffentlicht, aber niemand kauft sie! Ich habe schon viele Tipps gelesen und nächtelang im Internet verbracht, um nach Strategien zu suchen, aber ich weiß einfach nicht, was ich machen soll.“
„Was hast du denn bisher versucht?“, hake ich nach.
„Ich habe eine Pressemitteilung an unsere Zeitung geschickt, das Buch bei Facebook geteilt, wenn es erschienen ist, und alle meine Freunde informiert. Außerdem habe ich ein paar Blogger kontaktiert. Die meisten haben abgesagt, aber drei haben es gerne gelesen und gut rezensiert.“
Ich überlege. „Hast du mal Facebook-Werbung geschaltet?“
„Nein.“
„Einen Marketingkurs speziell für Autoren belegt?“
„Nein, das ist mir alles zu teuer. Ich mache das ja nur nebenberuflich.“

 

Deine Einstellung zu Geld entscheidet über deinen Erfolg

Da lag der Hase im Pfeffer. Jeder von uns hat eine ganz eigene Empfindung, Einstellung und Denkweise, wenn es um das Thema GELD geht. Die Spanne von „Geld stinkt“ bis „Geld ist Energie“ ist dabei riesig. Für sehr viele Autoren, gerade im Hobbybereich, ist der Schritt in die teilweise Selbstständigkeit (auf nebenberuflicher Basis) auch der erste Schritt ins Thema Betriebswirtschaft, Buchhaltung, Steuererfassung, und so weiter.
Nur lernt man selten die Dinge, die nicht in den Lehrbüchern stehen.

Erfolgreiche Unternehmer haben eine bestimmte Einstellung zu Geld, die es ihnen ermöglicht, Geld quasi „anzuziehen“, statt den Scheinen hinterherzujagen.

Prüf dich doch mal selbst: Was für Gedanken kommen bei dir auf, wenn es um das Thema Geld geht?

  • Geld zerrinnt mir zwischen den Fingern
  • Ich habe immer zu wenig Geld
  • Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert
  • Geld verdirbt den Charakter
  • Geld regiert die Welt
  • Geld gibt Freiheit
  • Immer wenn ich Geld bekomme, geht es einem anderen verloren
  • Viel Geld bekommt man nur durch Unehrlichkeit und Härte
  • Man kann Geld nicht gerecht verdienen
  • Ich habe nicht viel Geld verdient
  • Ich werde nie reich sein
  • Nur wer spart, wird reich
  • Geld macht schön
  • Geld macht einsam
  • Ich liebe Geld
  • Ich hasse Geld
  • Ich will mit Geld nichts zu tun haben
  • Geld macht glücklich
  • Geld macht unglücklich
  • Ich verdiene es, mehr Geld zu kriegen

Natürlich ist das keine vollständige Auflistung, sondern nur eine Inspiration. Wenn du es mit deinem Erfolg ernst meinst, dann wirst du nicht drumherumkommen, dich auch mit dem Thema Geld auseinanderzusetzen, blockierende Gedanken dazu aufzulösen und dich gedanklich auf Verdienst einzustellen.
Oder anders gesagt: Wenn du eh der Überzeugung bist, kein Geld verdient zu haben, wirst du es mit großer Wahrscheinlichkeit auch nicht bekommen.

 

Ein Blick in die Vergangenheit

Die meisten dieser Glaubenssätze entwickeln sich über viele Jahre und es kann mehrere Monate dauern, bis sie durchbrochen werden.

In unserem Beispiel mit Lisa ist es so, dass Lisa schon von Haus aus dazu erzogen wurde, sparsam zu sein. Sehr sparsam. Pizza bestellen? Das gab es bei Lisas Eltern nicht, eine Tiefkühlpizza war das höchste der Gefühle. Urlaub wurde zu Hause gemacht oder an der Nord- bzw. Ostsee, niemals aber eine Flugreise, denn das war viel zu teuer für eine Familie mit vier Kindern. Lisa ist in dem Gedanken aufgewachsen, dass Geld etwas ist, dass man nie hat. Andere Leute konnten viel Geld machen, aber sie suchte sich lieber einen sicheren Beruf, der zwar durchschnittlich gut bezahlt war, aber dafür garantierte, dass sie nicht arbeitslos wurde und jemals in die Bredouille geriet, noch weniger Geld zu haben als jetzt. Eine Selbstständigkeit schließt sie übrigens komplett aus, ja, sie findet es geradezu verrückt, „ein solches Risiko einzugehen“.

Mit welchen Glaubenssätzen bist du aufgewachsen? Haben deine Eltern früher das Geld verprasst? Hatten sie überhaupt Geld? Oder musstet ihr sehr sparsam leben? Bekamst du Taschengeld als Kind, um selbst den Umgang mit D-Mark und Pfennigen zu üben, oder haben dich deine Eltern so lange wie möglich aus allem rausgehalten?
Es müssen nicht immer die Eltern sein. Auch Lehrer, Bekannte, Verwandte, Freunde und Arbeitskollegen können dazu beitragen, dass sich Glaubenssätze bilden und festigen.

Wenn du erkennst, dass du viele Einstellungen Geld gegenüber von deinen Eltern übernommen hast, statt auf eigene Erfahrungen zu hören, dann hast du den ersten Schritt in Richtung „Glaubenssätze durchbrechen“ getan. Es macht einen großen Unterschied aus, ob du Hartz IV-Empfänger bist und dennoch überzeugt sagst: „Ich weiß, dass ich eines Tages gutes Geld verdienen werde“ oder ob du Hartz IV-Empfänger bist und resignierst, weil du „eh nie Geld verdienen wirst“.
Das ist jetzt ein bisschen klischeehaft gewesen, aber so wird gut verdeutlicht, was ich damit sagen will.

 

Wenn ich viel Geld hätte, …

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man viele Gedanken mit „wenn ich genug Geld hätte, könnte ich endlich …“ anfängt.
Hast du diesen Gedanken schon mal verfolgt? Schreib doch mal ganz konkret auf, was DAFÜR spricht, dass du eines Tages viel Geld verdienen wirst!
Schreibe auch auf, was dagegen spricht.

Hier kommen wieder deine Glaubenssätze ins Spiel, und zwar nicht nur die über Geld, sondern auch über dich als Person. So schreibt der eine vielleicht „ich werde mal viel Geld verdienen, weil es meine Bücher einfach wert sind“, wohingegen der andere schreibt: „ich werde vermutlich nicht reich, weil es zu viele andere gute Bücher neben meinen gibt“.

 

Wer beeinflusst deine Glaubenssätze?

Wir wissen nun also, dass wir viele Gedanken zu Geld haben, die wir vielleicht noch nie hinterfragt haben. Oft übernehmen wir die Werte und Gedanken von Menschen, die uns am meisten beeinflussen (können).
Wer beeinflusst dich heute? (Meistens sind es die Familienmitglieder, gute Freunde oder enge Kollegen/Chefs, also Leute, mit denen du die meiste Zeit verbringst).
Was denken diese Personen über Geld? Bestimmt haben sie dir mal einen Rat in diese oder jene Richtung gegeben. Schreibe am besten zu jeder Person auf, wie sie über Geld denkt.

 

Entscheide dich selbst für deine Glaubensmuster

Wie entstehen Glaubenssätze, außer durch Beeinflussung von außen? Indem man sich eine Meinung sucht und nach Beweisen fahndet, die diese Meinung untermauern.

Beispiel: Lisa hat den Glaubenssatz, dass sie niemals viel Geld verdienen wird. Sie sieht sich in ihrer Meinung bestätigt, weil ihr aktueller Job unterbezahlt ist, was sie einerseits ärgert, denn sie weiß, dass sie eigentlich mehr verdienen würde, aber andererseits bestätigt das ihre Annahme und sie fühlt sich wie gelähmt. Sie hätte Angst, nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, weil sie eigentlich nicht dahintersteht, obwohl sie sich über die aktuelle Situation dennoch ärgert. Der ausbleibende Erfolg ihrer Bücher ist ein weiterer Beweis dafür, dass sie es nie schaffen wird, Geld zu verdienen. Wenn Lisa jetzt auch noch einen Mann hat (oder eine Frau, um mal die Gleichbehandlung hochzuhalten), der/die ebenfalls sehr sparsam ist und keine Ausgabe zu viel machen will, wird sie aus ihrem Denkmuster nicht so leicht ausbrechen können.

Was ich Lisa empfehlen würde (und dir auch!):

  1. Setze dir Ziele
  2. Ändere deine Einstellung zu Geld

Ich möchte an dieser Stelle auf das Buch „Der Weg zur finanziellen Freiheit*“ hinweisen, in dem beschrieben ist, wie man das tun kann. Da ich das Wissen in diesem Buch sehr lehrreich und wertvoll finde, möchte ich nicht zu viel verraten, denn der Autor verdient es, dass du sein Buch kaufst und es selbst liest, aber so viel sei gesagt:

Beschließe, wie dein Leben in sieben Jahren aussehen soll. Schreibe es auf!
Was willst du sein, tun und haben? Welche Besitztümer möchtest du haben, willst du in den Urlaub fahren (wie oft? Wohin?), was ist mit deiner Familie? Wie sieht dein gewünschter Tagesablauf aus?

Schreibe auf, wie dein Leben in drei Jahren aussehen soll!
Wir werden jetzt konkreter. Drei Jahre sind schnell vergangen. Ich habe vor drei Jahren meinen ersten Roman veröffentlicht und mir wenig später tatsächlich Gedanken darüber gemacht, wo ich Mitte 2016 stehen will.

Es sieht so aus, als würde ich dieses Ziel erreichen. Vielleicht mit einem Jahr Verspätung, aber hätte ich es mir nicht vorgenommen, würde ich vermutlich noch immer jeden Tag 1,5 Stunden zu einer Arbeit fahren, die mich nicht ausfüllt.

Welche Glaubenssätze willst du ändern?
Vielleicht hast du ja herausgefunden, dass es Glaubenssätze gibt, die dich hemmen. Schreibe auf, welche das sind! (Beispiel: „Ich glaube, dass Geld schlecht ist.“)

Geld verdienen klappt nur mit den richtigen Glaubenssätzen

Blockierende Glaubenssätze aufzulösen schenkt dir neue Freiheit

Prüfe den Glaubenssatz auf seinen Wahrheitsgehalt
Wie weiter oben beschrieben, suchen wir unterbewusst immer für Beweise unserer Meinungen. Diesen Prozess unterbrechen wir mal aktiv.

  • Frage dich, warum der Glaubenssatz unter Umständen falsch sein könnte.
  • Überprüfe, ob die Person, die dir den Glaubenssatz vermittelt hat, selbst wohlhabend war (denn wenn nicht, warum sollte man auf sie hören?)
  • Was wird es dich finanziell kosten, wenn du weiter an diesem Glaubenssatz festhältst?
  • Was wird es dich emotional kosten?
  • Was wird es deine Familie/Freunde kosten, wenn du daran festhältst?
  • Wie verändert sich deine Welt, wenn du diesen Glaubenssatz aufgibst und durch einen neuen ersetzt? Wie fühlst du dich dabei?

Wenn du zu dem Ergebnis kommst, dass du mit einem neuen Glaubenssatz besser dran bist, dann entscheide dich aktiv dafür! Schreib deinen neuen Glaubenssatz auf und suche untermauernde Beispiele dafür.

 

Zurück zu Lisa

Was mir bei Lisa sofort auffällt, ist ihre Abneigung, in etwas zu investieren. Sie hat schlechte Erfahrungen gemacht und möchte so wenig Risiko wie möglich eingehen. Das ist natürlich verständlich, aber hemmend.

Gerade beim Onlinemarketing ist es heutzutage möglich, mit ziemlich wenig Geldeinsatz viele tolle Ergebnisse zu bekommen. Wer sehr viel Zeit hat, kann sich fast alles umsonst aneignen. Wer es aber ernst meint, der sucht sich besser jemanden, der ihm beibringt, was er wissen muss. So ist meine persönliche Erfahrung.

Das Beispiel mit Lisa ist übrigens völlig frei erfunden, aber entspricht durchaus der Realität.

Was würdest du einem Jura-Interessenten sagen, wenn er dir sagt, dass er kein Geld zum Studieren ausgeben will und sich deshalb alles selber beibringen wird?
Die meisten von uns würden denken, dass er 1) nach seinem Eigenstudium nicht alles weiß, was die Jurastudenten wissen, 2) er womöglich viel länger brauchen wird als die Jurastudenten und er 3) nicht von den Erfahrungen der Professoren zehren kann (dafür aber natürlich von den Erfahrungen aus seinen Büchern und Gesprächen).

Warum sollte es also mit einem Nischenthema wie „Buchvermarktung“ anders sein? Ich persönlich gebe lieber Geld aus und lasse mir von einem Profi beibringen, wie etwas funktioniert, als dass ich wochenlang versuche, die richtigen Informationen selbst zu finden. Lieber gebe ich 100 Euro für zielgenaue Facebookwerbung aus, die exakt den Leuten angezeigt wird, die mein Buch interesssant finden könnten, als dass ich mir jeden Tag zwei Stunden Zeit nehme und Facebookgruppen zuspamme, auch wenn das kostenlos ist.

Aber das ist meine Einstellung. Wie ist deine?

Wenn du nun noch ein paar Ideen haben möchtest, wie du Marketing für dein Buch machen kannst, lade dir das PDF „Marketingmöglichkeiten für Bücher“ herunter: