Instagram für Autoren? Wieso sollte ein bilderbasiertes Netzwerk für uns Buchstabenliebhaber relevant sein? Weil Instagram so viel attraktiver ist als du denkst.

Wenn ich mich mit Kolleginnen und Kollegen unterhalte, stelle ich immer wieder fest, dass wir teilweise ein ziemlich verschlafener Haufen sind. Self Publisher schimpfen manchmal auf die „konservativen Verlage“ und regen sich über die Langsamkeit auf, mit der sie agieren – aber fassen wir uns mal an die eigene Nase: In Sachen „Social Media Marketing“ besteht noch immer ein großer Nachholbedarf. Sowohl bei Verlagen als auch bei Self Publishern.

 

Eignet sich Instagram für Autoren?

 

Persönlich nehme ich derzeit ein bisschen von Facebook Abstand, weil ich das Gefühl habe, dort nicht richtig kreativ zu sein. Dafür bin ich seit ein paar Monaten sehr aktiv auf Instagram und teste das Netzwerk ausgiebig hinsichtlich Nutzbarkeit und Nutzen für uns Autoren.

Und was soll ich sagen? Ich liebe Instagram! Deshalb möchte ich dir in diesem Beitrag ein paar Vorteile von Instagram nennen und dich ermutigen, an meiner im März stattfindenden kostenlosen Challenge teilzunehmen. Mehr dazu später.

Also, eignet sich Instagram für Autoren? Aber ja! Sehr sogar, denn Instagram hat folgende Vorteile gegenüber anderen Netzwerken:

Bilder sagen mehr als Worte

Seien wir ehrlich: Ellenlange Texte werden nicht so oft gelesen wie man es sich wünscht. In Bildern lassen sich manchmal Stimmungen und Situationen besser festhalten und ausdrücken als in langen Sätzen. Bilder transportieren Emotionen oft schneller als Texte.

(Dieses Wissen solltest du aber auch für Facebook nutzen und dort ab und zu Fotos posten!)

Schnelle Vernetzung mit Gleichgesinnten

Bei Facebook kann es schwierig sein, neue Leute zu finden, die entweder auch Autoren sind oder aber potenzielle Buchkäufer. Da Facebook ursprünglich konzipiert wurde, um mit bereits bekannten Personen Kontakt zu halten, ist der Ansatz also ein anderer.

Instagram wurde kreiert, um ansprechende Bilder mit vielen Menschen zu teilen. Deshalb ist es einfach, auf neue Profile und Personen zu stoßen und sich mit ihnen zu vernetzen.

Persönlich und gut zur Markenstärkung

Dadurch, dass du gezwungen bist, Bilder zu machen (und ein Text nur optional ist), musst du auch stärker darüber nachdenken, wie du dich und dein Autorendasein darstellen kannst und willst. Das hilft dir wiederum, genau das nach außen zu tragen, was deine „Autorenmarke“ stärkt und du erreichst Menschen, die sich für dich interessieren.

Du findest leicht neue Blogger und Testleser

Ich liebe es, Buchbloggern auf Instagram zu folgen, insbesondere weil sich viele so extrem viel Mühe geben, die Bücher in einem schönen, ansprechenden Bild darzustellen. Die Wertschätzung, die Blogger Büchern entgegenbringen, ist mir durch Instagram noch einmal viel bewusster geworden!

Du kannst andere inspirieren und kreativ sein!

Vielleicht gehörst du zu den Schriftstellern, die alleine in ihrem Hüttchen sitzen und jeglichen Kontakt zur Zivilisation scheuen – dann bist du aber vermutlich bei einem Verlag unter Vertrag und ziehst dich vollkommen aus dem Marketing heraus.

Alle anderen können bei Instagram herrlich kreativ werden und diesen Kanal nutzen, um die Welt zu inspirieren! Ist es nicht wunderbar, andere Menschen mit positiven Gedanken anzustecken und sie zu motivieren, ein erfüllendes Leben zu leben? Für mich ist das einer der schönsten Aspekte meines Berufes!

Die Bindung zu deinen Lesern kann stärker werden

Meiner eigenen Erfahrung nach ist nur YouTube noch besser zur nachhaltigen Stärkung der Bindung zwischen Autoren und Lesern. Indem du Challenges veranstaltest, Wettbewerbe ausrufst oder dich einfach mit deinen Lesern unterhältst, baut ihr untereinander Vertrauen auf und das ist bei Instagram supereinfach.

Werbung wird positiv angenommen

Auch wenn man schlecht direkt bewerben kann (siehe unten), wird Werbung jedoch generell auf Instagram äußerst positiv angenommen – wenn die Bilder dazu ästhetisch ansprechend sind und du es nicht übertreibst. Es gibt aber neben Pinterest kaum ein Netzwerk das sich so gut dafür eignet, dein Cover in die Welt hinauszutragen, wie Instagram!

 

Marketing heißt nicht Verkaufen

 

Instagram ist nicht perfekt geeignet, um Bücher zu verkaufen, da man innerhalb der Beiträge keine Links setzen kann (jedenfalls ist das der Stand im Februar 2017). Die einzige Möglichkeit, etwas zu verlinken, ist im eigenen Profil.

Marketing heißt aber auch nicht „verkaufen“, sondern Aufmerksamkeit erregen. Ein gut durchdachtes Social-Media-Marketing vernetzt dich mit Menschen, die deine Bücher lieben werden und bringt sie dazu, zu deiner „Verkaufsseite“ (im Regelfall Amazon) zu gehen. DORT wird verkauft, nicht auf den sozialen Netzwerken. Die bringen nur die potenziellen Leser zum Buch.

Instagram ist also eine sehr gute Möglichkeit, um seine Bekanntheit zu steigern.

 

Erste Schritte mit Instagram

 

Am 14. Februar kannst du auf meinem YouTube-Kanal eine Schritt-für-Schritt-Anleitung hierzu finden!

Wie immer empfehle ich dir, es einfach mal auszuprobieren. Im März starte ich die Challenge #wirsindtraumfaenger (was der Name zu bedeuten hat, lernst du Ende Februar!) und die ist der ideale Einstieg, um bei Instagram mitzumischen. Falls du also liebäugelst, dieses Netzwerk mal auszuprobieren, dann schlage ich vor, dass du im Februar die folgenden Dinge tust und dann im März an der Challenge teilnimmst.

1. Ein Profil erstellen
Um Instagram zu testen, musst du dir natürlich ein Profil erstellen. Logisch. Gehe also auf instagram.com oder – besser – lade dir die Instagram-App aus deinem App-Store/Playstore. Instagram lässt sich nur über die App in allen Funktionen benutzen.

2. Überlege dir einen Benutzernamen
Ich würde vorschlagen, dass du deinen Autorennamen nimmst und ihn einfach wie ein Wort schreibst: „annikabuehnemann“.
Das wird der Name, über den dich andere finden und markieren können, indem sie ein „@“ davorsetzen.

3. Fülle die Biografie aus und verlinke zu deiner Webseite oder zu Amazon
Beschreibe in wenigen Worten, was du schreibst und was typisch für dich ist. Du kannst dafür auch Emojis benutzen.

4. Nutze dein Autorenprofilbild
Wie, du hast noch kein Portrait von dir, das auf allen sozialen Netzwerken gleich ist? Wo bleibt denn da der Wiedererkennungseffekt?

5. Lade dein erstes Bild hoch!
Huuuiii, jetzt wird  es spannennd! Zeit für dein erstes Foto! Weiter unten findest du Ideen, was du posten kannst (während der Challenge wird es auch noch viele weitere Ideen geben). Ein neues Foto lädst du hoch, indem du das kleine Plus-Icon in der Mitte des Bildschirms verwendest. Oben rechts kannst du jeweils auf „Weiter“ tippen, und Filter auswählen und Texte eingeben. Viel Spaß beim Probieren!

 

Was soll ich fotografieren?

 

Hier ein paar Ideen zum Starten. Am Anfang ist es erst einmal wichtig, sich überhaupt mit dem ganzen System „Instagram“ auseinanderzusetzen. Wenn du weißt, wie alles funktioniert, kannst du dir Gedanken über bessere Fotos machen. Wir kommen da im Februar noch drauf zu sprechen.

Wie wäre es damit:

  • Woher du deine Inspiration erhältst: Bücher, Pinterest, Internetquellen, Gespräche. Denke abstrakt: Wie kannst du das in einem Bild ausdrücken?
  • Alles zu deinem aktuellen Projekt: Wo schreibst du, was schreibst du, was hast du bereits veröffentlicht? Bilde deine Bücher ab, mache ein Foto von dir beim Schreiben oder teile ein Zitat.
  • Alles, was dich ausmacht: Bist du Kaffeejunkie, Hundeliebhaber, Bastlerin, Nerd? Wir wollen dich auch als Person kennenlernen, also zeige uns gerne etwas von deiner Persönlichkeit!
  • Was liest du gerade?
  • Wie sieht dein Bücherregal aus?
  • Wie siehst DU aus?

 

Tipp zum Schluss:

Lass dich inspirieren! Es gibt so viele tolle Accounts mit inspirierenden Bildern, die dir vielleicht sogar helfen, neue Ideen zum Schreiben zu finden.