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Tipps für mehr Selbstvertrauen

4. Juli 2014

Ein Buch zu schreiben, ist anstrengend – ein Buch zu veröffentlichen, ist psychisch der Nerventod. Jeder Schriftsteller, der mit seinem “Baby”, wie wir es so oft sagen, in die Öffentlichkeit geht, ist potenziell verletzbar. Gedanken wie “warum mache ich das eigentlich?”, “ich bin viel zu schlecht” oder “ich werde nie damit Geld verdienen!” können sich festsetzen, und zwar ganz besonders, wenn die erste negative Rezension kommt. Dieser Artikel zeigt dir Tipps auf, mehr Selbstvertrauen in sich und die eigenen Fähigkeiten zu haben.

(c) flickr / chicagogeek
(c) flickr / chicagogeek

Kritisiert seit Kindesbeinen

 

Wenn ein Mensch geboren wird, ist er vor allem eines: egoistisch und voller Selbstvertrauen. Die ganze Welt dreht sich um ihn und seine Bedürfnisse, sobald er schreit, bekommt er Nahrung, Aufmerksamkeit, schöne Worte, ein Lied, wird gewickelt und vieles mehr.

 

Das Selbstmisstrauen wird antrainiert, wenn die Kinder anfangen, ihre Umwelt zu erkunden und die eigenen Fähigkeiten auszutesten. Wir verstehen irgendwann, was die Eltern zu uns sagen. Es fallen Sätze wie “Du wirfst wie ein Mädchen“, “das kannst du [noch] nicht”, “du hast zwei linke Hände”, “aus dir wird nie was” oder “du bist stinkfaul!” und als Kinder glauben wir es. Schlimmer noch, oft werden wir als Kinder mit den Eltern verglichen (“Du bist ja noch anstrengender als deine Mutter”) oder unsere Eltern haben selbst kein Vertrauen in ihre Fähigkeiten und übertragen das auf uns (“Wir sind eben nicht für Großes bestimmt”, “wir sind doch aus der Mittelschicht”, “wir sind arm”).

 

Je öfter wir diese Sätze hören, desto wahrer finden wir sie. Wir übernehmen sie nach und nach in unser Selbstbild, bis wir ebenfalls glauben, nichts Großes erreichen zu können, faul oder unfähig zu sein. Das Vertrauen in unsere Fähigkeiten schwindet.

 

Der Kritiker im Alltag

 

In der Pubertät kann sich der verzerrte Blick auf uns selbst noch verschlechtern. Bekanntermaßen ist die Pubertät eine Zeit des Übergangs, der inneren Unruhe. Der Körper verändert sich, der Geist ebenso. Wir vergleichen uns mit unseren Mitmenschen und finden uns in 50 % der Fälle (bei Mädchen), bzw. in 30 % der Fälle (bei Jungs) hässlicher und/oder dicker und minderwertiger als unsere Mitmenschen. Wenn in dieser Zeit nicht massiv von Elternseite und der Umwelt an einem gesunden Selbstvertrauen gearbeitet wird, hat man es auch als Erwachsener nicht leicht, denn bei allem, was man tut, flüstert der innere Kritiker seine Zweifel.
Bezogen auf das Schreiben entstehen Gedanken wie “ich habe es nicht verdient, mit dem Geld zu verdienen, was ich gerne mache”, “ich kann gar nicht schreiben”, “ich mache immer Fehler”, “keiner mag mein Buch”, “ich werde nie einen Bestseller landen” oder, wenn unser Buch sich tatsächlich nicht gut verkauft: “hab ich’s doch gewusst, ich kann das nicht!”

 

Übung für mehr Selbstvertrauen

 

Wer kein Vertrauen in seine Fähigkeiten als Schriftsteller hat, kann auch nicht selbstbewusst auftreten. Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein sind direkt miteinander verknüpft. Menschen, die an sich glauben, halten länger durch, sind belastbarer, fröhlicher, lassen sich nicht so schnell unterkriegen und erreichen ihre Ziele mit großer Wahrscheinlichkeit.

 

Wie bekommt man also mehr Selbstvertrauen?

 

Eine immer wieder genannte Übung dafür klingt im ersten Augenblick leicht, ist aber in Wahrheit sehr schwierig. Stelle dich vor einen Spiegel, lächle dir zu und

 

sage zu dir selbst: [Name], ich finde dich richtig toll.

 

Wenn man das das erste Mal macht, fühlt man sich sehr eigenartig. Nicht selten gibt es Menschen, die sich sehr unwohl fühlen, sich selbst Komplimente zu machen, weil sich sofort der innere Kritiker einschaltet: “Eigenlob stinkt! Was glaubst du überhaupt, was du damit erreichen willst? Man soll nicht lügen!”

 

Ignoriere die negativen, antrainierten Gefühle, die aufkeimen, und sage dir selbst fünf Dinge, auf die du stolz bist.

 

Das kann beispielsweise sein: “Ich bin stolz auf dich, dass du ein Buch schreibst / geschrieben hast”, “ich bin stolz auf dich, dass du dich traust, diese Übung zu machen”, “ich bin stolz auf dich, dass du mehr Selbstvertrauen aufbauen willst”, “ich bin stolz auf dich, dass du heute dort bist, wo du stehst”, “ich bin stolz auf dich, dass du dein Buch veröffentlicht hast”.

 

Je häufiger du diese Übung machst, desto leichter wird sie dir mit der Zeit fallen, bis der Tag kommt, an dem du an irgendeinem Ort vor einem Spiegel stehst, dir zulächelst und ohne Vorbehalte denkst: Du bist schon echt ein wirklich toller Mensch, [Name].

 

Weitere Tipps für mehr Selbstvertrauen

 

Es kommt darauf an, deine Sichtweise zum Positiven zu verändern:

 

  • Akzeptiere Erfolge und freue dich darüber, beispielweise wenn du auch nur ein einziges Buch verkauft hast
  • Ersetze negative Gedanken wie “War ja klar, dass du das nicht kannst” durch “Gut, das war jetzt nicht so toll, aber nächstes Mal mache ich es besser”
  • Baue deine Stärken aus, statt deine Schwächen zu verringern. Es macht ohnehin viel mehr Spaß, sich mit seinen Stärken auseinanderzusetzen!
  • Nimm Komplimente an und bedanke dich, ohne sie kleinzureden
  • Verteile selbst Komplimente
  • Gönn dir was! Ein Kinoabend, ein Restaurantbesuch, Zeit mit deinen Liebsten, … Lass es dir so oft gut gehen, wie du es brauchst
  • Lerne, “nein” zu sagen
  • Hör auf, jede Stunde deine Rankings abzufragen und die Rezensionen durchzulesen – außer die mit 4 oder 5 Sternen. Alle niedrigeren liest du nur ein Mal, wenn sie erstellt wurden, und ziehst daraus Nutzen, wenn das möglich ist. Über kontraproduktive Rezensionen solltest du dich kurz ärgern und sie danach nicht wieder ansehen. Es bringt nichts!

 

Ein gutes Selbstvertrauen macht noch keine guten Bücher, aber es hilft, die unweigerlich kommenden Zweifel abzumildern und nicht in eine Spirale des “Ich bin zu schlecht!” zu geraten. Mit Selbstvertrauen bist du zuversichtlich, dass dein nächstes Buch noch besser wird – und wenn das nicht eintritt, findest du trotzdem genug Gründe, es als Erfolg zu verbuchen.

 

Lass dich nicht unterkriegen – weder von deiner Umwelt, noch von dir selbst!

 

 

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Sind sehr gute Tipps dabei. Immer schön dranbleiben!

Hallo Annika, danke für die Gedanken zum Selbstvertrauen. Leider bekommen viele Menschen zu oft Tiefschläge. Das ist nicht gut. Nicht jeder kann gleich gut Schläge wegstecken. Deshalb ist Erfolg sehr wichtig.

Gruß, Friedhelm

Hallo Friedhelm, sicherlich kann jeder Mensch nicht immer nur Tiefschläge einstecken, irgendwann knickt jeder ein. Aber man muss auch erst lernen, manche Erfolge als Erfolge anzuerkennen und nicht als selbstverständlich hinzunehmen.
Liebe Grüße,
Annika

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Moin, ich bin Annika. Ich helfe dir, deinen besten Roman zu schreiben und ihn dann so zu veröffentlichen, wie du es dir vorstellst, ob mit oder ohne Verlag.

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