Die fast geheime Wichtelbarkeitschallenge

Als Kind hat meine Tante meinem Cousin erzählt, dass es Wichtel gibt, die das ganze Jahr über darauf achten, wie man sich als Mensch so verhält, und davon dann abhängig machen, wie viele Geschenke man zu Weihnachten bekommt. Pädagogisch vielleicht heute nicht mehr ratsam, aber als mir diese kurze Episode bei den Adventsvorbereitungen einfiel, bekam ich eine Idee, mit der ich dich gerne mitreißen will.

Komm, wir werden Wichtel!

Wie wäre es mit einem Spiel in der Adventszeit?

Ich möchte dich dazu animieren, mit mir zusammen im Dezember eine so genannte „Sichtbarkeitschallenge“ zu starten – und zwar so stressfrei und lustig wie möglich. Je mehr Spaß wir haben, desto besser.

Was ist eine Sichtbarkeitschallenge?

Eine Challenge ist ja bekanntermaßen eine Art Wettbewerb, eine Herausforderung. Im Social-Media-Sinn handelt es sich dabei meistens um eine Aktion, bei der an bestimmten Tagen bestimmte Aufgaben erledigt werden sollen. Meistens ist das Ziel der ganzen Geschichte, mehr Follower zu bekommen oder sich mit einem bestimmten Thema näher auseinanderzusetzen.

So wäre eine „Clean Food Challenge“ beispielsweise darauf ausgerichtet, in einer vorgegebenen Zeit nur noch regionales, selbst zubereitetes Essen zu verzehren. Jeden Tag gäbe es hierzu dann eine Frage, Aufgabe oder Anregung.

Was ist eine Wichtelbarkeitschallenge?

Zugegeben, der Name ist nicht der Burner, aber angelehnt an „Sichtbarkeitschallenge“ finde ich es ganz süß 🙃

Bei der Wichtelbarkeitschallenge möchte ich dich anregen, dich einen Monat lang mit deinen Social-Media-Beiträgen und deinem favorisierten Account auseinanderzusetzen und regelmäßig Beiträge zu veröffentlichen.

Gleich zeige ich dir einen Plan, an den wir uns halten können (alles freiwillig). Er dient dazu, dich zu inspirieren, und dir Ideen zu geben, was du posten kannst.

Das alles machen wir aber „in geheimer Mission“. Hier der Clou:

Deine Beiträge dürfen bis auf den Hashtag #wichtelbarkeitschallenge keinen Hinweis auf die Challenge geben!

Das ist der Witz an der Wichtelsache: Niemand weiß, dass du an einer Challenge teilnimmst.

Warum nicht? Ist das nicht kontraproduktiv für mich, die ich mir diese Ideen ausgedacht habe, wenn niemand auf mich aufmerksam macht?

Ich möchte deine Herangehensweise an Social Media verändern

Sehr oft sehe ich Autor_innen, die an irgendwelchen Challenges teilnehmen. Generell ist das auch eine gute Idee, denn so hat man immer etwas zu veröffentlichen und deine Leser_innen lernen dich etwas besser kennen.

Das Problem ist aber: Wenn man gerade nicht Teil der Challenge ist, verliert man schnell die Lust, etwas über die Challenge zu lesen!

In einer Challenge ist man automatisch eine exklusive Gruppe, auch wenn es eine große Gruppe ist. Jeder, der daran nicht teilnimmt, fühlt sich etwas außen vor. Wenn ich als potenzielle Leserin auf das Profil einer Autorin stoße und die letzten zehn Beiträge dort „Challenge“-Bilder sind …

… like this …

… dann spricht mich das visuell nicht besonders an. Die Bilder sind vorgefertigt von der Challenge-Erfinderin (in diesem Fall ist es die „Bookteaser-Challenge“) und es ist eigentlich nur reine Werbung für die Challenge-Erstellerin, nicht unbedingt für die Autor_innen, die das benutzen.

„Warum nicht? Schließlich sind doch die Texte individuell?!“, fragst du.

Weil ich als potenzielle Leserin, die einfach wahllos herumsurft, gar keinen richtigen Grund sehe, um überhaupt auf die Bilder zu klicken. Allerhöchstens aus Neugierde, um zu sehen, was das für sich immer wiederholende Bildchen sind.

Also, so hart wie es klingen mag: Verzichte in Zukunft darauf, Challenge-Bilder zu verwenden.

Challenges sind aber per se zu empfehlen, wenn …

… du dir einfach darüber Gedanken machst, was für ein Bild du dafür verwenden kannst, das nicht das Challenge-Bild ist, und wenn dein Text nicht beginnt mit „Challenge XY, Tag 7!“. Tu doch einfach so, als wäre es gar keine Challenge und verrate es einfach nur in den Hashtags … oh, und schon sind wir bei der Wichtelbarkeitschallenge!

Die Aufgaben

Die Inspirationen der Wichtelbarkeitschallenge sind angelehnt an meinen Social-Media-Kalender für Autor_innen (den du übrigens ab Mitte Dezember hier kaufen kannst).

Überlege dir zunächst, wie viele Beiträge du pro Woche veröffentlichen kannst (das Netzwerk ist übrigens völlig egal! Ich werde Instagram benutzen).

Dann suche dir aus der folgenden Aufgabenstellung die Beiträge heraus, die dich am meisten ansprechen und plane deine Beiträge für Dezember in beliebiger Reihenfolge.

Erklärung der Aufgaben

  • ZIELE und RÜCKBLICK: Beschreibe die Ziele, die du dir für diesen Monat vornimmst und/oder mache einen Rückblick auf November. Hast du am NaNo teilgenommen? Wei lief es? Was lernst du daraus?
  • VERSCHENKEN: Tu etwas Gutes (gerade in der Adventszeit) und verschenke etwas! Das kann etwas Materielles wie ein Buch sein, oder aber auch Dinge wie Aufmerksamkeit, Dank, Lob, Liebe, …
  • PROSA: Beschreibe etwas so, als würde man es in einem Roman lesen
  • ZITAT: Suche dir im Internet ein inspirierendes Zitat und arbeite damit. Lass es entweder auf dich wirken und schreibe darüber einen Text oder verwende das Zitat direkt, indem du es zB auf einen Zettel schreibst und abfotografierst.

Ich hoffe, der Rest ist selbsterklärend.

Verwende den Hashtag #wichtelbarkeitschallenge am Ende des Textes, wenn du anderen Autor_innen zeigen willst, dass der Beitrag im Rahmen dieser Challenge entstanden ist.

Das erzeugt so ein bisschen diese geheime Stimmung, die unter uns Wichteln herrscht. Wir erkennen uns untereinander, sagen es aber nicht laut 😀

Hat dir die Challenge gefallen, mach doch weiter!

Noch ein Verweis auf meinen Kalender: Wenn du im Dezember feststellst, dass du mit Hilfe dieses Plans irgendwie besser und regelmäßiger postest, dann überlege doch, dir für das Jahr 2020 meinen Social-Media-Kalender zu besorgen (oder schenken zu lassen? Die Printversion soll noch vor Weihnachten veröffentlicht werden!). Dort findest du für jeden Tag des Jahres eine Idee, was du posten kannst.

Viel Spaß bei der Challenge!