Webseite erstellen: Brauchst du eine Webseite als Autor?

Das DSGVO-Schreckgespenst geht um – wir beschäftigen uns nächste Woche noch einmal damit. Bevor wir da ins Recht einsteigen, lass uns einen Schritt zurückgehen: Was solltest du auf deiner Autoren-Website haben und worauf kannst du verzichten?

Klicke auf den unteren Button, um den Inhalt von YouTube nachzuladen.
Inhalt laden

PGlmcmFtZSBzcmM9Imh0dHBzOi8vd3d3LnlvdXR1YmUtbm9jb29raWUuY29tL2VtYmVkLy1ZMzEwRVRkdkRzIiB3aWR0aD0iNTYwIiBoZWlnaHQ9IjMxNSIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj0iYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuIj48L2lmcmFtZT48L3A+

Sind Webseiten noch „in“?

 

Deine Webseite ist wie deine Visitenkarte: Du kannst sie so gestalten, wie du möchtest und alles Wichtige an einem Ort sammeln. Außerdem ist es möglich, potenzielle Buchkäufer/innen auf dich und deine Romane aufmerksam zu machen. Eine Webseite ist der Spiegel deiner (Online-)Persönlichkeit und daher ein wichtiger Bestandteil deines Marketingmixes.

Allerdings ist es mittlerweile so, dass Webseiten eher statisch sind und nur aufgerufen werden, um bestimmte Informationen zu liefern (beispielsweise wird jemand deine Seite aufsuchen, um eine Kontaktadresse herauszufinden). Rechne also nicht mit tausenden Seitenaufrufen, sondern mache dir bewusst, dass deine Webseite eine Visitenkarte ist und deine sozialen Netzwerke die Kommunikation mit den Lesern. Außer du hast einen Blog …

 

Brauche ich einen Blog?

Dem Bloggen wird seit Jahren der Tod prophezeit und noch immer werden Blogs gelesen und rege besucht. Als Autor kann es aber schwierig sein, genug „Material“ zu haben, um einerseits die sozialen Netzwerke zu bedienen und andererseits einen Blog (und vielleicht noch einen Newsletter).

Ein Blog kann dir unter Umständen neue Leser und Interessenten bringen, wenn du regelmäßig neue Inhalte lieferst und mehr bietest als bloße Status-Updates. Für den Anfang würde ich aber darauf verzichten und mich an deiner Stelle auf ein soziales Netzwerk deiner Wahl konzentrieren und dort eine Community aufbauen.

 

Brauche ich einen Newsletter?

Ein Newsletter ist eine nette Möglichkeit, um Kontakte außerhalb der sozialen Netzwerke zu knüpfen, allerdings muss man auch hier regelmäßig digitale Briefe verschicken. Einen langen Artikel zum Thema findest du unter diesem Link.

 

Was gehört auf deine Website?

Ich gehe in diesem Artikel nicht auf die technische Seite ein, also das Wie, sondern beleuchte in erster Linie, was deine Website haben sollte, um auf Dritte interessant zu wirken.

Überlege dir immer, was der Besucher deiner Webseite vermutlich möchte:

Einfache Bedienbarkeit

Deine Seite sollte übersichtlich und einfach zu verstehen sein. Im Zweifelsfall ist weniger immer mehr. Behalte im Hinterkopf, dass dein Besucher die Seite nicht kennt und sich auch ohne große Erklärungen zurechtfinden sollte.

Infos zu dir und deinen Büchern

Jemand kommt auf deine Webseite, weil du Bücher schreibst und etwas über dich in Erfahrung bringen will, also sollte auf deiner Webseite genau das zu finden sein.

 

Diese Seiten sollten auf deine Webseite:

Hier ein Vorschlag. Im Marketingkurs gehe ich weiter ins Detail.

 

„Über mich“-Seite

Ein kurzer Abriss über dich als Autor/in. Eigentlich ist die „Über mich“-Seite eine „Über dich“-Seite, denn der Leser erfährt, ob ER (bzw. SIE) hier richtig ist. Im Marketing nennt man das „Platzierung“: Du sagst dem Leser, wen du ansprechen willst und er guckt, ob er in dein Schema passt.

Achte mal selbst darauf, welche unausgesprochenen Fragen du dir beim Surfen auf einer neuen Webseite stellst:

  • Was ist das für eine Seite?
  • Wer spricht hier zu mir?
  • Passen wir zusammen?

Diese Dinge beantwortet deine „Über mich“-Seite. Idealerweise schreibst du dabei so, dass dein Schreibstil auch erahnbar ist.

 

Extra-Tipp: Erzähle uns deine Geschichte

Die Frage „Und wie bist du zum Schreiben gekommen?“ kommt in fast jedem Interview, denn das interessiert die Leute. Sie wollen eine schöne Geschichte hören – und es ist dein Job, sie ihnen zu erzählen. Beschreibe also gerne mal die Situation, die dich dazu gebracht hat, dein erstes Buch zu schreiben.

Wenn du dann noch dein WARUM damit transportieren kannst, hast du die perfekte Über-mich-Seite.

 

Deine Romane

Natürlich darf ein Link zu deinen Romanen nicht fehlen. Ich würde dir empfehlen, für jeden Roman eine eigene Unterseite zu erstellen. Wenn du bisher noch nichts veröffentlicht hast, dann schreibe etwas über das Buch, an dem du arbeitest, sodass dein Leser weiß, um welches Genre es sich handelt und ob es spannend für ihn klingt.

 

Kontaktmöglichkeit

Wenn jemand dir schreiben will, sollte er eine E-Mail-Adresse oder andere Art der Kontaktaufnahme vorfinden. Achte bei einem Kontaktformular darauf, die Datenschutzbedingungen zu erfüllen (mehr zum Thema Datenschutz gibt es in einem späteren Artikel).

 

Impressum und Datenschutzerklärung sowie Haftungsausschluss

Lass dein Impressum am besten mit einem Impressumsgenerator erstellen und mache dich über die Datenschutzrichtlinien schlau. Einen separaten Artikel zu diesem Thema findest du später hier verlinkt.

 

Optional: Leserstimmen und Leseproben

Es hilft deinem potenziellen Leser bei der Entscheidung für dein Buch, wenn er positive Rezensionen zu deinen Büchern findet. Du kannst das Feedback direkt auf der Buchseite zitieren oder auch an anderen Stellen (hier siehst du beispielsweise am Ende der Seite, wie ich das gelöst habe).

Achtung: Auch hier bitte die Genehmigung des Rezensenten einholen und nicht einfach den Text ungefragt kopieren!

Auf deiner Romanseite würde ich auch jeweils eine Leseprobe einfügen (als Fließtext, nicht als extra PDF). So bekommen deine potenziellen Leser einen Einblick in deinen Schreibstil und werden gleich auf deine Geschichte heiß gemacht 😏

 

Ab wann brauchst du eine Website?

Ich plädiere dafür, dass du noch heute eine Webseite baust. Erstens strahlt das (wenn die Seite gut gemacht ist!) Professionalität aus, zweitens ist es gut für dein schriftstellerisches Selbstbewusstsein, „offiziell“ als Autor/in gefunden werden zu können und drittens schaffst du dir Unabhängigkeit von den sozialen Netzwerken und „besetzt“ diese Domain mit deinem Namen.

Anbieter für Webseiten gibt es viele, ich kann dir folgende empfehlen:

Hast du eine Webseite? Verlinke sie in den Kommentaren!