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5 Lügen, die dich als Autor für immer erfolglos machen

Walter Epp von schreibsuchti.de verrät dir in diesem Gastartikel 5 Lügen, die dich an deinem Erfolg hindern.

Diesen Artikel kannst du hier auch als Video sehen:

 

 

Piep.
Piep.
Piep.

Du liegst verkabelt in einem weißen Raum, Männer in Kitteln kommen regelmäßig an dein Bett und stellen dir unverständliche Fragen.
Im Fernseher über dir läuft eine Sendung, die so belanglos ist, dass sie eher eine Unterbrechung der Werbung ist.
Langsam merkst du: Du liegst in einem Krankenhaus und deine Zeit läuft ab.
Du bist alt, deine Tage sind gelebt, du hast das Leben genossen.
Doch eine Sache fehlt auf der Kommode neben dir.

Dein Buch.

Dein eigenes Buch, das du nie geschrieben hast. Das Buch, das in der Schublade verfaulte. Das Buch, das zwar fertig war, aber nie verkauft wurde, weil du Angst hattest, es zum Verlag zu schicken oder selbst zu veröffentlichen.
Du hast angefangen, aber es nicht zu Ende gebracht. Du hast es nicht durchgezogen. Wie viele andere auch.

Und ich glaube, je näher wir unserem Ende kommen, desto mehr bereuen wir, dass wir etwas nicht durchgezogen haben.

„In zwanzig Jahren wirst du die Dinge bereuen, die du nicht getan hast. Und nicht die Dinge, die du getan hast.“
– Mark Twain

Doch soweit sollte es nicht kommen. Ich möchte nicht, dass du bis zum letzten Moment wartest. Ich möchte, dass du es durchziehst. Und zwar heute. Jetzt.
Ich weiß, dass dich davon einige Dinge abhalten. Genauer gesagt sind es 5 Lügen, die dich davon abhalten, dein Buch durchzuziehen – oder deinen Blog zu starten.
Ich bin Blogger und alles, was ich beim Bloggen gelernt habe, lässt sich auf das Bücher schreiben übertragen. Schreiben ist nun mal Schreiben. Deshalb sind die Lügen, die dort verbreitet werden die gleichen.

Diese Lügen werden wir jetzt entlarven und dich auf Kurs bringen.

Lüge 1: Erfolg ist konstant

Die meisten Menschen fallen vom Zug und schreiben niemals ihr Buch zu Ende, weil sie nicht verstehen, wie Erfolg funktioniert.
Die weit verbreitete, aber falsche Vorstellung von Erfolg, lautet: Erfolg entwickelt sich konstant aufwärts.
Wäre der Erfolg eine Linie, dann würde sie konstant von links nach rechts steigen.

Konstante Steigung Bild 1

Doch das ist falsch.
Erfolg sieht dagegen eher aus, wie eine Quarter-Pipe im Skaterpark. Zuerst ist die Steigung sehr gering. So gering, dass man sie fast gar nicht bemerkt. Doch dann wird die Steigung schnell steiler und zum Ende ist die Steigung sogar vertikal.

Plötzliche Steigung Bild 2

Das gleiche gilt fürs Schreiben: Am Anfang sind die Erfolge so gering, dass du sie kaum bemerkst.
Du schreibst deine erste Seite fertig. Ein kleiner Erfolg. Niemand sieht ihn.
Du schreibst deine zehnte Seite zu Ende. Ein weiterer Erfolg, den niemand sieht.
Das erste Buch? Kein Bestseller. Das zweite Buch? Ein Flop.
Und so erleben viele Menschen nur kleine Erfolg und fragen sich, warum es so langsam geht – und geben auf.

Sie hören auf zu schreiben, weil sie nicht die Erfolge sehen, die sie gerne gesehen hätten.

Dabei hätten sie noch weiter kleine Erfolge erleben müssen. Einestages wäre die Kurve angestiegen.
Aber die Meisten halten nicht durch. Sie erleben den Tag nicht, an dem die Kurve ansteigt.
Harry Belafonte hat es so gesagt:

„Ich habe 30 Jahre gebraucht, um über Nacht berühmt zu werden.“

Genau das ist die Formel: Du arbeitest 10 Jahre lang und bist unsichtbar, bis du eines Tages wie eine Rakete in den Himmel steigst.

Doch bist du bereit, 10 Jahre unsichtbar zu sein?

Lüge 2: Die anderen haben bessere Beziehungen

Andere Autoren trauen sich nie nach draußen, weil sie glauben, dass sie sowieso keine Chance haben.
„Das ist alles gekauft. In diesem Klüngel kennt jeder jeden und wenn du nicht zu ihnen gehörst, dann hast du keine Chance.“
Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich.
Die schlechte: Ja, wenn du nicht die „großen Jungs und Mädels“ da oben kennst, dann hast du keine große Chance.
Die gute Nachricht: Du kannst dazugehören. Du kannst es nicht ändern, dass 20 Prozent der Menschen 80 Prozent der Bücher verkaufen. Aber du kannst ändern, ob du zu den 20 oder den 80 Prozent gehörst.
Du kannst jetzt zwei Dinge tun: Einfach sitzen und meckern, dass alles nur auf Beziehungen beruht, oder du kannst aufstehen und anfangen Leute zu treffen, Kontakte zu knüpfen und einfach für andere nützlich zu sein.
Die schnellste Art, um in den gehobenen Kreis zu kommen? Hilf einem Mitglied dieses Kreises. Die sogenannten Influencer sind auch nur Menschen. Finde einen Weg, ihnen zu helfen, und sie werden dich in ihren Kreis einladen.
Kein Autor ist eine Insel. Finde Menschen, die dich in deinem Traum unterstützen.

Lüge 3: Ich habe kein Talent

Das ist die häufigste Ausrede, die man hört, wenn es ums Schreiben (oder irgendeine andere Kunst) geht.
„Ich habe kein Talent“ ist die große Keule, mit der Menschen ihre Angst und Tatenlosigkeit verteidigen.
Ich verrate dir mal etwas: Es gibt talentierte Menschen, das stimmt. Doch auf lange Sicht schlägt harte Arbeit immer das Talent.
Wir alle kennen die Geschichte vom Hasen und der Schildkröte, die einen Rennen veranstalteten. Am Ende gewann die Schildkröte, nicht weil sie die natürliche Begabung dazu hatte, sondern weil sie einen Schritt nach dem anderen machte und nicht aufgab.
Albert Einstein sagte:

„Ein Genie besteht zu 1 Prozent aus Talent und zu 99 Prozent aus harter Arbeit.“

Josh Billings fand einen wundervollen Vergleich:

„Mach es wie die Briefmarke. Klebe so lange an einer Sache bis du am Ziel angekommen bist.“

Vielleicht haben andere Talent. Doch harte Arbeit gewinnt langfristig immer.
Also mach dich an die Arbeit.

Lüge 4: Alle guten Bücher sind schon geschrieben

Die Menschheit existiert seit tausenden von Jahren. Die erste Schrift wird auf 6600 vor Christus datiert. Damit kann die Menschheit schon seit 8615 Jahren schreiben.
Da müssten doch schon alle lesenswerten Bücher geschrieben sein, oder?

Nein.

Jede Woche öffnet auch eine neue Bäckerei, obwohl es Brötchen seit Jahrtausenden gibt.
Jedes Jahr kommt ein neues Automodell auf den Markt, obwohl es schon Millionen von Autos gibt.
Und jeden Tag wird ein neues Lied geschrieben, obwohl die Musik so alt ist die Menschheit selbst.
Entdeckst du ein Muster?

Es geht beim kreativen Prozess nicht darum, etwas völlig neues zu erschaffen. Das Buch ist schon erfunden. Beim kreativen Prozess geht es darum, etwas anderes zu erschaffen.
Du musst einfach nur anders sein. Und das klappt am besten, in dem du einfach du selbst bist. Denn das ist dein unfairer Vorteil: Niemand hat ein Leben gelebt wie du. Nutze diese Einzigartigkeit und lass sie in deine Texte einfließen.
Dann werden auch deine Texte einzigartig sein.

Lüge 5: Das erste Buch muss ein Hit werden

Es gibt ein Monster, das frisst jeden Tag Künstler, Musiker und Autoren. Es frisst ganze Projekte und Bücher auf. Dieses Monster heißt: Perfektionismus.
Viele Autoren wollen, dass ihr erstes Buch sofort ein Volltreffer wird. Ein Bestseller. Ein viraler Hit.
Doch dieser Drang zum Perfektionismus ist wieder nur eine versteckte Form von Angst. Wir haben Angst, etwas abzuliefern, wofür uns die Menschen kritisieren könnten. Wir haben Angst, zu versagen.
Diese Angst, dieser Perfektionismus, lähmt uns und im Endeffekt machen wir gar nichts. Wir sind immer unzufrieden mit unseren Texten und löschen sie immer am Folgetag. Schreib, löschen. Das kann für immer so weiter gehen …
Die richtige Herangehensweise ist dagegen folgende: Betrachte jedes Werk wie einen Dominostein.
Am Domino-Day wurden 4,8 Millionen von Dominosteine umgestoßen. Gemeinsam hatten sie eine Masse von 33 Tonnen. 33 Tonnen!!! Diese Masse kann ein Mensch unmöglich alleine stemmen. Doch alles beginnt mit einem einzigen Dominostein.
Betrachte jeden deiner Texte wie einen Dominostein. Mit der Zeit wirst du genug Dominosteine zusammenhaben, um eine kritische Masse zu erreichen. Die Welt wird dich dann nicht mehr ignorieren können.

J.K. Rowling schrieb eine maßlos erfolglose Roman-Serie bevor sie mit Harry Potter berühmt wurde. Stephen Kings Romane wurden abgelehnt und teilweise von King selbst in den Mülleimer geworfen. Was mit ihm passierte, wissen wir alle: Stephen King ist einer der erfolgreichsten Autoren unserer Zeit.

Die Reise beginnt

Nun haben wir die 5 größten und heimtückischsten Lügen aufgedeckt, die einen Autor den Erfolg kosten können.
Jetzt sei auf der Hut und lass dich von diesen Lügen, getarnt als Wahrheiten, nicht wieder einfangen.
Das Schreiben und das Leben sind eine Reise. Doch jede noch so lange Reise beginnt mit einem einzigen Schritt.
Jetzt mache einen Schritt nach dem anderen. Stelle einen Dominostein nach dem anderen auf. Eines Tages wird deine Erfolgskurve nach oben schießen.
Höre niemals auf zu schreiben.
Wer nicht aufgibt, kann nicht verlieren.
Lebe großartig, schreibe großartig.

Dein Walter

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Walter-Square-1024x1024Walter Epp ist Blogger, Texter und Autor. Auf seinem Blog hilft er anderen Autoren und Bloggern besser zu schreiben, ein Publikum aufzubauen und mit dem Schreiben Geld zu verdienen.

Annika Bühnemann hat eine Mission: kreative Frauen wie dich dabei zu unterstützen, endlich ihr eigenes Buch zu schreiben. Mehr noch: Sie hilft dir, durch Journaling zu der Person zu werden, die erreicht hat, was du dir wünschst. Annika ist multipassioniert, enthusiastisch und hochmotiviert, mit denjenigen zu arbeiten, die sich von ihr anstecken lassen. Auf dass du mit dem Kopf in den Wolken hängst und fest mit der Erde verwurzelt bleibst!

Comments

  • 19. November 2021
    Philipp

    Von einem Profi (schreibsuchti) hätte ich mir echt mehr erwartet. Scheint kopiert zu sein und so eine Geschichte passt doch echt nicht. Das muss ich echt loswerden.

  • 17. August 2020

    Ich wünschte, ich könnte es anders formulieren, aber: Dieser Text ist leider Quatsch. Mehr noch, er ist kompletter Unsinn. Wie fast alle „Pep Talks“ in der Literaturwelt, so geht auch er von einer falschen Prämisse aus, nämlich: Möchte man als Schriftsteller*In erfolgreich sein, kommt es vor allem auf Qualität und Durchhaltevermögen an. Die Wahrheit ist jedoch: In der Literaturwelt geht es nur und ausschließlich und um nichts anderes als Geld! Bücher, die sich gut (im Sinne von: massentauglich) verkaufen lassen, werden „erfolgreich“, Bücher die das nicht sind, werden von Verlagen abgelehnt und von Leser*Innen größtenteils gemieden. Und „massentauglich“ hat beileibe nichts mit Qualität zu tun. Überfliegt man einmal die Bestsellerlisten der jüngeren Zeit, so fällt auf, dass dort vor allem Trivialliteraten wie Sebastian Fitzek dominieren, deren Romane sich auf einfachstem sprachlichem wie erzählerischem Niveau bewegen und teilweise vor Logikfehlern und Ungereimtheiten nur so strotzen. Dafür sind sie aber massentauglich – gerade aufgrund der Tatsache, dass sie sich einfachster Sprache bedienen und keinerlei intellektuelle Anstrengung erfordern, dafür aber extrem emotional aufgeladen sind. Fertig ist der Bestseller! Wer also als Schriftsteller*In erfolgreich sein will (im Sinne von: in den Bestsellerlisten vertreten), der tut gut daran, den Qualitätsaspekt erst mal weit außen vor zu lassen und sich alleinig auf die Massenkompatibilität zu konzentrieren. Man könnte auch sagen: Wer literarische Werke im Stile einer RTL2-Nachmittagsserie produziert, hat (fast) schon gewonnen.

    • 18. August 2020

      Hallo Marco! Dies ist ein Gastartikel von Walter, daher kann ich nicht für ihn sprechen, aber ich möchte dir natürlich trotzdem dazu antworten. Ich sehe es wie du: Kommerziell erfolgreiche Romane sind nicht unbedingt qualitativ hochwertig (ich sag nur 50 Shades of Grey). Es gibt sie, aber es gibt auch andere (ich habe gerade „Der Gesang der Flusskrebse“ beendet und fand es zum Beispiel total angenehm zu lesen mit toller Sprache, schönen Bildern und einer interessanten Geschichte).

      Wenn du mehr Beiträge hier auf dem Blog liest, dann wirst du merken, dass wir die gleiche Vision haben: Mehr „gute Romane“ (handwerklich gesehen), da es schon so viele schlechte gibt. Ich persönlich behaupte nicht, dass handwerklich gut gemachte Romane auch kommerziell erfolgsversprechender sind – es sind zwei Paar Schuh. So negativ wie du – dass man RTL2-Niveau schreiben muss, um erfolgreich zu sein – sehe ich es nicht. Jedes Niveau hat seinen Platz. Meiner Meinung nach tummeln sich aber gerade auf Amazon eher die RTL-Romane. Es kommt ja auch darauf an, wo man die Messlatte anlegt.

      Die Idee, spannende, aber gut gemachte Romane zu schreiben, ist ja nicht neu – im Gegenteil, fast jede/r Autor*in versucht es im Laufe seines/ihres Lebens 😉 Und das wird auch belohnt. Meiner Meinung nach kommt es beim kommerziellen Erfolg hauptsächlich darauf an, die passenden Leser/innen für sein Buch zu finden: Die „RTL-Romanleser“ bekommen ihr Futter von ihren Autor*innen und wollen es auch nicht anders; die mit einem anderen Anspruch bekommen ihre Romane aber auch und die E-Leser (im Gegensatz zu U) bekommen auch ihre Romane. Man muss einfach herausfinden, wo man sich selbst positioniert.

      Liebe Grüße!

      • 17. September 2020
        Ria Maranca

        Ich habe mir soeben, den Text von Walter sowie die letzten Beiträge und Meinungen dazu durchgelesen, weil ich auf der Suche bin, wie ich mein Erstlingswerk „Gefühlswelten“, das ich dieses Jahr über BoD veröffentlicht habe, bekannter machen kann. Auch der Folgeroman „Zwischen den Welten“ ist bereits fertig, jedoch noch nicht veröffentlicht.

        Mein persönliches Ziel ist es nicht, einen Bestseller auf dem Niveau einer RTL Nachmittagsserie zu landen, und auch nicht, unbedingt reich damit zu werden, sondern die Menschen zu erreichen, die mein Werk mit dem Herzen begreifen können, sie damit zu berühren, zu inspirieren und Mut zu machen…
        Mir widerstrebt es auch förmlich, mein Buch „billig zu vermarkten“, nur damit es gekauft wird und von Menschen gelesen oder in eine Ecke gestellt wird, für die es nicht bestimmt ist. Doch wie erreiche ich die Nische von Menschen, die genau nach meinem Buch suchen, weil sie es verstehen und spüren können und sich auch von mir verstanden fühlen?
        In meinem Bekanntenkreis kann ich natürlich einschätzen, für wen mein Buch geeignet ist und für wen nicht. Dazu muss ich sagen, dass es ein sehr persönlicher Roman ist, indem es um sensible Themen wie Sexualität, auch Homosexualität, Spiritualität, Trauer, Verlust usw. geht, und ich gar nicht möchte, dass ihn Verwandte und Bekannte unter meinem Namen lesen. Deshalb habe ich auch ein Pseudonym verwendet. Damit fällt natürlich wiederum die lokale Leserschaft weg, die mehr an meiner Person als an meinem Werk interessiert ist. Auch die lokale Presse und Lesungen kommen ja dann nicht in Frage.
        Das war jetzt viel Persönliches – ich hoffe, Ihr verzeiht – aber vielleicht habt Ihr es ja ähnlich erlebt und könnt mir ein paar hilfreiche Tipps geben.
        Ich wünsche Euch jedenfalls weiterhin viel Muße und Freude beim Schreiben und dass es irgendwann entlohnt wird.

        • 24. September 2020
          AnnikaBühnemann

          Hallo Ria! Entschuldige bitte, wenn ich jetzt nicht in aller Ausführlichkeit antworte, sondern nur ein paar Dinge umreiße.
          Gute Nachricht: Du musst dein Buch definitiv nicht billig verramschen 😉 Im Gegenteil: Du suchst dir deine Zielgruppe ja aus und wenn das Menschen sind, die für ein Buch 15 oder 20 Euro bezahlen, dann wird es passen.
          Der Markt esoterischer, spiritueller und/oder inspirierender Bücher ist natürlich sehr voll. In deinem Fall müsste man sich fragen, wo im weiten Feld der Möglichkeiten denn „dein Platz“ ist. Da spielen dann Dinge rein wie: Macht du das, worüber du schreibst, auch beruflich? Kannst du anderen helfen? Bist du zB Coach und hast dann ein Buch geschrieben? Willst du überhaupt mehrere Bücher schreiben oder nur das eine? Soll es an einen Verlag oder über Self Publishing gehen? (Beides ist gleich schwer)
          Und so weiter.
          Wenn du eine Ahnung von dem hast, wo du dich positionieren willst, dann finden mehr oder weniger automatisch die richtigen Leute zu dir (zumindest mit Online-Marketing, bei offline kenne ich mich zu wenig aus). Du wirst ihnen vom Algorithmus beispielsweise vorgeschlagen oder dein Buch wird auf Seiten, Blogs, Kanälen und Accounts vorgestellt, wo sich deine Leser*innen aufhalten.
          ich konnte jetzt nicht herauslesen, ob es ein Roman oder Sachbuch ist, hier sind die Marketingstrategien etwas unterschiedlich.
          Hilft dir das grob schon weiter?
          Viele Grüße
          Annika

  • 4. Januar 2020
    ALAIN

    Ich kann diesem Beitrag nur bedingt zustimmen. Wenn es um künstlerisches Handwerk geht (Musik, Literatur, Film, Bild etc.) gibt es keine richtigen Regeln. Höchstens Leitfäden.

    Ich finde es schade, dass Talent häufig heruntergespielt wird. So, als könne das jeder, was ein Autor kann. Nein! Ich merke beim Lesen, ob die Person schreiben kann oder nicht. Ich kaufe oder lese mir auch kein Buch durch, weil der Autor „hart gearbeitet“ hat. Sondern, weil mir die Qualität gefällt.

    Auch die Sache mit den Kontakten und dass man irgendwo „dazugehören“ muss. Ich glaube nicht, dass J. K. Rowling oder Stephen King mega Kontakte hatten. Vor allem Rowling wurde mit ihrem Harry-Potter-Manuskript nur abgelehnt – bis irgendwann ein kleiner Verlag sie unter Vertrag genommen hat, aber auch nur probeweise. Der Erfolg kam dann nach und nach.

    Und, nein, man muss auch keinem hinterherlaufen. Es schade zwar nicht, Leute zu kennen, aber man sollte nicht vergessen, dass man ein eigenständiges Individuum ist und das viele große Autoren auch klein angefangen haben.

    Es stimmt, dass der Erfolg nicht wirklich messbar ist. Man kann mit irgendwas Trivialem plötzlich total erfolgreich werden oder mit einem Trend auch mal floppen. Deswegen sollte man sich nie verstecken, wenn man etwas geschrieben hat und es für gut befindet.

  • 15. Dezember 2019

    Gepriesen sei das Rauhe Haus,

    Also ich habe mir erst über Jahre lang eine Community aufgebaut. Bekannt wurde ich damals zu erst durch meinen Anruf bei Jürgen Domian.

    2011 Habe ich Angefangen meine Homepage zu schreiben, 2012 die Domain herbrich.org registriert. Und2018, da habe ich angefangen auf YouTube zu streamen. Inzwischen habe ich knapp 600 Abonenten und am besten Tagen 200 Besucher auf meiner Homepage täglich. 8 Jahre hat es bei mir gedauert so erfolgreich zu werden. Und auch wenn die Zahlen erst mal klein klingen, gemessen an der Nutzerzahl der Plattform YouTube und des gesamten Internets sind 600 Abontenten bei Youtube und 200 Besucher auf der eigenen Homepage durchaus ein Erfolg.

    Ich habe dann vor paar Tagen mein Buch „Das Leben der Jenni H.“ bei Amazon veröffentlicht und muss sagen, klar hätte ich den großen Run erwartet, doch ich ging noch mal tief in mich und stellte Fest, das selbst mit KDP-Select und den ganzen Spaß ja trotzdem noch jemand das Werk endecken muss damit es ein Erfolg wird, und über Nacht geht so etwas erst Recht nicht. Also muss man als frisch gebackener Autor seine Erwartungen schon sehr weit runter schrauben.

    Besonders die Story mit der Erfolgskurve kann ich bestätigen. Und es ist nicht mal so das diese Immer Bergauf geht, ja manchmal geht diese sogar erst für ne Zeit wieder runter bevor sie dann wieder hoch steigt.

    Aber auf jeden Fall ein guter Artikel, danke für deine Mühe 🙂

    • 3. Mai 2020
      Christine Meiering

      Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich soo! viele Rechtschreibfehler entdecken muss wie ich sie hier feststelle.

      Groß – und Kleinschreibung bunt durcheinander und keinerlei Sicherheit dabei, unterscheiden zu können, wann das Wort `das` oder besser doch `dass` gesetzt werden muss.

      So kann ich mir vorstellen, dass manch ein Lektor ob dieser eigentlichen Grundvoraussetzungen arg stutzt.
      Aber immerhin zum Trost: Zu spät ist es nie in die Schule der guten Sprachbeherrschung zu gehen. Trotz allem noch viel Erfolg!

  • 8. Oktober 2018

    Punkt 1 hat mich sehr ermutigt – nicht nur als frisch gebackene E-Book Autorin sondern auch als Bloggerin die schon über 2 Jahre daran arbeitet, sich eine große und aktive Community aufzubauen. „10 Jahre unsichtbar sein“ kann sehr frustrierend sein aber weiter machen lohnt sich. Der restliche Artikel war natürlich auch sehr aufschlussreich.

    • 17. Oktober 2019

      Vielen Dank für diese Worte. Sie haben mich ermutigt, nun wirklich an meinem Buch weiter zu schreiben, bzw. es fertig zu korrigieren. Dann steht der Veröffentlichung meines Buches im nächsten Jahr nichts mehr im Wege 🙂

  • 9. August 2017
    Günther

    Was muss ein Autor tun?
    1
    Man muß ein Buch schreiben, das 50.000, 100.000, oder 200.000 Wörter hat.
    Wer kein Buch hat, der bracht auch kein Marketing!
    2
    Man braucht Leser. Sehr viele Leser. So ab 1000 (nach oben Offen)
    Nur so bekommt man seine Ausgaben zurück! (Lektorat)
    3
    Das Schreiben dauert Monate. Manchmal sogar Jahre! Egal ob mit, oder ohne diesem nicht greifbaren etwas namens Talent.
    Das Schreiben erfordert viel Arbeit. Stellen Sie sich vor täglich 500 bis 2000 Wörter aufzuschreiben. Das ist die Arbeit eines Autors.
    Das wichtigste ist Durchhaltevermögen!
    4
    Es ist Egal was eventuell schon einmal geschrieben wurde, denn sonst könnte man es ja gleich bleiben lassen! Und man bräuchte nur auf die schon geschriebenen Bücher hinzuweisen.
    5
    Vielleicht wollen die meißten nur deshalb gleich beim ersten Versuch einen großen Treffer landen, um sich das Schreiben eines weiteren Buches zu ersparen? Wer Ohnehin vor hat, mehr als ein Buch zu schreiben, der muss nicht allzu sehr auf den Erfolg des ersten Buches schielen.

    • 15. Oktober 2017
      Renate-Maria Ullrich

      Hallo Günther, was du sagst, ist total richtig und wichtig! Aber du hast die Basis vergessen: In deinem Beitrag sind 9 (!) Rechtschreiben- und Zeichensetzungsfehler :-(( Also, erstmal kleine, gaaaanz kleine Brötchen backen und sich mit der deutschen Sprache gründlich auseinander setzen. Liebe Grüße und viel Erfolg! Renate

      • 3. April 2018
        Alexander Wolf

        Hallo Frau Lehrerin…,
        Ähm… was bitte sind „Rechtschreiben – Fehler“?

        Da fällt mir ein: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen ????‍♂️

    • 17. Dezember 2019

      Punkt 5 gefällt mir am besten

    • 3. Mai 2020
      Christine Meiering

      Mir wird schlecht wenn ich meißtens lesen muss und bei den vielen anderen Fehlern ebenso – wo bleibt die gepflegte Rechtschreibung, die wir in der Schule lernen sollten? Ein Autor muss unter allen Umständen, auch wenn das Schreiben hier schnell gehen soll, auf diese Grundlagen achten!

  • 8. Juni 2017

    Hallo Annika,
    deine Webseite habe ich direkt unter meine Favoritenseiten gespeichert. Ich bin froh, deine Seite gefunden zu haben, denn bei dir befinden sich unbezahlbar gute Tipps. Gerade dieser Beitrag tritt mir wieder einmal in den Hintern, endich mein vorbereitetes Manuskript in Angriff zu nehmen. Bisher publizerte ich nur meine Lehrmaterialien.
    Schön, dass es diese Webseite gibt und schreibe weiter so hilfreiche Artikel 🙂
    Sonnige Grüße
    Sandra

  • 10. Januar 2017

    Danke für die extra Portion Motivation! Diesen Beitrag habe ich heute gebraucht!
    Ich schreibe weiter, versprochen.
    Viele Grüße, Ricarda

  • 3. Oktober 2016

    King hat das Manuskript nach eigenen Angaben in seinem Schreibratgeber in den Müll geworfen. Es war nicht sein erstes Manuskript. Die unter Richard Bachmann verlegten Bücher sind älter als Carrie. Recherche tut gut.
    Toller Artikel.
    LG Markus

  • 30. September 2016

    Hallo Walter!

    Im Großen und Ganzen hast du hier ein paar Punkte angegeben, denen ich zustimmen kann. Jedoch zu Lüge 2 muss ich Folgendes anmerken:
    „Du kannst dazugehören“
    Das ist ein Satz, der mir gelinde gesagt, die Haare aufstellt. Hast du schon einmal drüber nachgedacht, dass es Autoren gibt, die nicht mit so viel Selbstvertrauen gesegnet sind, nicht so viel Mut haben und einfach alles probieren, um erfolgreich zu werden? Manche sind schüchtern, manche mögen diese Art von Marketing nicht, manche haben keine Zeit dafür …
    Es gibt Autoren, die schreiben in ihrem stillen Kämmerlein, geben sich ihrer Fantasie hin, erschaffen Magie mit einer jeden Zeile … Aber wenn es darum geht, Kontakte zu knüpfen, tun sie sich schwer. Warum werden solche „stillen“ Autoren aus dem Markt gedrängt? Bloß weil sie nicht den gleichen Weg gehen, wie alle anderen?
    Das finde ich nicht in Ordnung. Und solche Sätze, wie „Du kannst dazugehören“, das erinnert mich eher an die Schulzeit. „Strenge dich ein wenig an“, sagte da eine Lehrerin zu mir. „Füge dich in die Gruppe ein, dann wirst du schnell Freunde finden.“
    Weißt du, damit habe ich schon lange aufgehört. Entweder wird mein Buch gemocht, oder nicht. Entweder werde ich gemocht, oder nicht … Und das bringt mich gleich zu deiner zweiten Aussage:
    „Für andere nützlich sein“ Das ist ja wohl der Oberburner schlechthin … Ich meine, ernsthaft? Glaubst du wirklich, ich werde stundenlang durch Facebook irren, bekannte Schriftsteller und dergleichen suchen, um zu sehen, ob ich ihnen helfen kann?
    Das ist eine Einstellung, die mal wieder so toll in die heutige Zeit passt: Netzwerken auf Teufel komm raus – sich beliebt machen, damit man erfolgreich wird.
    Ich jedoch kann dazu nur sagen: Damit werde ich niemals anfangen. Da können meine Bücher gerne verrotten, aber bestimmt werde ich nicht zu Kreuze kriechen, damit irgendeiner von der „oberen Riege“ sich mit mir abgibt. Entweder man liest mein Buch, oder man liest es nicht.
    Oder machen wir es anders. Drehen wir die Frage doch einfach einmal um: Wer ist denn für mich nützlich? Wer hilft mir, meinen Roman zu teilen und zu liken? Wer hilft mir, bekannter zu werden?
    Na? Hast du den Fehler erkannt?
    Ganz genau!
    Das macht keiner dieser Persönlichkeiten. Also, warum soll ich dann auf den Knien rumrutschen, wenn die sich auch kein Bein ausreißen? (Werbung machen eher noch Fans oder gute Bekannte, Freunde … Aber die muss man dann auch erst einmal haben.)
    Und bevor du jetzt konterst: „Du musst schon etwas leisten, damit etwas zurückkommt bzw. nur wenn du etwas gibst, kannst du auch etwas erhalten“
    Ich schreibe ein Buch. Ich habe ein Werk vollbracht, das ich ins Netz stelle. Da ist schon etwas, das ich geleistet habe. Und wenn nun einer dieser „Oberen“ darüber stolpert, sollte dieser – wenn ihm das Buch gefällt, selbstverständlich – auch so viel sein und sagen: „Hey Leute, seht mal. Da hat ein Unbekannter eine tolle Geschichte geschrieben.“
    Das erwarte ich mir von diesen hippen Persönlichkeiten. Denn wenn ICH in deren Situation wäre, würde ich dies ebenfalls so tun. (Aber wie sagt man gleich so schön: Schließe niemals von dir auf andere).
    Meines Erachtens nach sollte Marketing so funktionieren: jemand gefällt eine Geschichte, dann teilt er sie.
    Jetzt wirst du vermutlich sagen: „Aber dann müssen diese Leute erst einmal über dein Buch stolpern!“
    Ja, das ist wahr. Es ist schwer, bei der heutigen Masse an Büchern überhaupt noch wahrgenommen zu werden. Aber das ist nun mal die Bürde, mit der ein jeder Autor zu leben hat.
    Und genau diejenigen, die Beziehungen haben, haben es da einfach leichter. Und da kann mir keiner sagen, dass das nicht so ist.
    Jedoch bedeutet das eben nicht, dass ich als Autor auf die Suche gehe, um solchen Persönlichkeiten zu helfen …
    Und noch ein Gedanke, der mir gerade kommt: Wenn ich darüber nachdenke, wie groß die Chance ist, dass ich genau einen solchen einflussreichen Menschen begegne, wenn er Hilfe nötig hat, ist die Wahrscheinlichkeit größer, vom Blitz getroffen zu werden.
    Dieses Wunschdenken erinnert mich an diese bescheurten Milliardär-Liebesgeschichten, in denen die armen Frauen immer den ultrareichen, muskulösen Typ abekommen.
    Die Realität, mein lieber Walter, sieht da einfach anders aus.

    So, nun aber zum 3. Punkt: Talent.
    Man braucht Talent. Nicht nur 1%. Talent ist unabdingbar.
    Nur durch harte Arbeit wird das nämlich nie etwas.
    Lange Zeit habe ich selbst gedacht, dass man nur fleißig genug sein muss, um alles zu erlernen, was man will.
    Doch das war Bullshit.
    Ich habe viel gelernt. Durch Kurse aber auch autodidaktisch – also glaube mir, ich weiß wovon ich spreche (auch wenn ich erst 30 Jahre alt bin).
    Irgendwann bin ich an meine Grenzen gestoßen. Das war damals theoretische Netzwerktechnik. Da habe ich herausgefunden, dass ich ein praktischer Typ bin. Ich kann nicht Theorie pauken und dann eine Serverfarm aufbauen. Ich habe gedacht, ich kann es. Ich habe es gewollt. Ich habe gelernt, wie eine Wahnsinnige – und ich habe auch bestanden. Aber einen Server aufbauen kann ich dennoch nicht – weil ich keine Praxis habe.
    Eine zweite Erfahrung habe ich mit der Quantenmechanik gemacht.
    Das ist ein unglaublich interessantes und hochkomplexes Thema, über das ich mich gerne informiere. Doch wenn Professoren mit mir über Quantenverschrenkung und dergleichen diskutieren würden, hätte das in etwa so viel Sinn, wie mit einem Blinden über Hundertwasser zu sprechen.
    Will heißen: Bloß, weil mich etwas interessiert, heißt das noch lange nicht, dass ich darin auch erfolgreich werde. Bloß, weil ich etwas lerne, heißt das noch lange nicht, dass ich gut bin.
    Also: Wahres Talent ist unumgänglich. Gleichgültig, ob ich ein Buch schreibe, ein Musikinstrument erlerne oder anfange, zu singen.
    So, jetzt habe ich viele Beispiele gebracht, aber der Grund schlechthin, weshalb Talent so furchtbar wichtig ist, folgt erst jetzt:
    Das wichtigste im Schreiben – oder auch in anderen künstlerischen Bereichen – ist immer noch mein persönlicher Stil. Mein Markenzeichen. Mein GEFÜHL.
    Doch wie kann ich meinen persönlichen Stil in mein Buch bringen, wenn ich nicht genügend Talent habe, um überhaupt zu erkennen, was MICH ausmacht, oder was ich überhaupt machen will, WIE ich meine Gefühle zu Papier bringe, WIE ich meine Geschichte das gewisse Etwas gebe, das sie braucht, um als guter Roman angesehen zu werden?
    (Und da geht es jetzt nicht vorrangig um Themen, die bei den Lesern gut ankommen. Es geht um Geschichten, die anders sind. Nicht die breite Masse. Es geht um echte Goldstücke – gleichgültig, ob diese Bestseller werden oder nicht)
    Wenn ich also ein Buch schreibe, geht es immer darum, Gefühle auf Papier zu bringen. Es geht darum, eine Nachricht in die Welt zu bringen. Eine jede Geschichte SOLLTE (und genau das ist der springende Punkt, den ich gleich etwas näher erhörtern werde) ein Teil von dir sein, deine Gefühle beinhalten, ein Teil von dir sein.
    Bedauerlicherweise findet man solcherlei Geschichten kaum noch. Und das liegt zum Einen daran, weil Autoren mit wenig bis gar kein Talent Massenware produzieren, die einfach zu lesen sind, die berieseln, bei welchen man nicht nachdenken muss. Das sind Texte, die berühren nicht, da passiert nichts. Du liest es durch und denkst: „Aha, perfekt lektoriert, einfach und flüssig geschrieben … aber sonst? Kein Mehrwert. Keine Geschichte, die im Kopf hängen bleibt, über die man länger nachdenkt.“
    So wie in der Musik. Drehe das Radio auf und sag mir: Ist da noch Seele drin? Spürst du etwas? Bewegt sich dein Innerstes? Tut sich da irgendetwas?
    Aber genau das sollten Geschichten, Musik und andere Arten der Kunst machen: Sie sollen dich berühren, dich aufrütteln, dich verschrecken, dich zum Denken anregen … (Selbstverständlich hängt auch vieles vom Geschmack ab – aber das sollte ohnehin klar sein)

    Ich habe schon einige Bücher gelesen – manche nur überflogen, manche angefangen jedoch nicht beendet, manche komplett durchgelesen. Bedauerlicherweise gab es nicht viele, die mich nur ansatzweise berührt haben. Und das will was heißen. Schließlich bin ich Hochsensibel.

    Kurz gesagt: gefühllosen, berieselnden Schund kann jeder Depp schreiben – Bücher mit tiefem Sinn jedoch nicht. Dazu braucht man nämlich Talent. Ohne dieses geht da nichts.
    Klar, auch solche Bücher werden zu Bestsellern, öfter als man denken mag. Für mich selbst sind solche „leeren“ Geschichten jedoch nichts wert. Und würde ICH solche Bücher schreiben, würde ich mich bloß eines: schämen. Für mich zählt der Bildungsauftrag nämlich mehr, als eine Geschichte zu schreiben, die der breiten Masse gefällt.

    Zum Schluss nochmals zusammengefasst: 1. Ich, als Autor werde sicherlich nicht stundenlang durchs Internet geistern, um auf mich aufmerksam zu machen bzw. der „oberen Riege“ einen Gefallen zu machen. In der Zeit schreibe ich lieber an meinem Roman weiter. Und 2. Man BRAUCHT Talent. Je mehr, desto besser. Übung ist wichtig, doch ohne Talent läuft da überhaupt nichts.

    • 11. Juni 2018
      Uwe Knecht

      Super Post. Ich habe mir an denselben Sachen schwergetan. Wenn man sich einredet „für andere nüztlich sein zu müssen“, landet man schnell auf der schiefen Bahn. Der Autor findet statt, muss sich nicht aufdrängen. Ich habe schliesslich, was die wollen (einen Text) und nicht umgekehrt.

    • 16. Juni 2018
      BethanyBathory

      Hallo Isabella,

      als erstes entschuldige ich mich jetzt schon für Rechtschreibfehler, die in meiner Hektik entstehen können.

      Ich habe deinen Post, zu Anfang, richtig gut gefunden. Ich dachte sowas wie *Die spricht mir aus der Seele*. Doch je mehr ich gelesen habe destomehr beschlich mich das Gefühl studiert haben zu müssen um in dieser Riege bestehen zu können.

      Wie merke ich, dass ich Talent habe?

      Ich habe einen Roman mit 661.202 Zeichen geschrieben und auf FanFiction.de eingestellt. Selbst nach 3 Wochen hatte ich nichtmal einen View. Allerdings auf Movellas war das anders. Der Roman hat nun nicht deine „geforderten“ 1.000 Leser aber selbst die 126 Views, die ich dort habe, machen mich stolz auch wenn vielleicht nicht jeder den Roman gelesen hat.
      Das mal zu meiner Geschichte, die mich zum Weinen und zum Lachen bringt, dennoch absolut, für dein Empfinden so wie ich es verstanden habe, sinnfrei ist.

      Ich fühlte mich ins Gesicht geschlagen bei der Aussage:

      *Kurz gesagt: gefühllosen, berieselnden Schund kann jeder Depp
      schreiben – Bücher mit tiefem Sinn jedoch nicht. Dazu braucht man
      nämlich Talent. Ohne dieses geht da nichts.*

      Ich weiß nicht ob ich jemals meinen Roman an einen Verlag schicken werde, aber wenn ich solche Aussagen lesen vergeht mir die Lust.

      Deinen Einwänden im oberen Teil deines Posts schließe ich mich gerne an aber nicht dem zweiten Teil.

      Ich habe keine Uni besucht. Ich bin eine einstige Mittlere Reife Schülerin, die eine unglaublich große Fantasie hat und nicht weiß wohin sie damit soll. Und wenn es nur solche Menschen gibt, dann gute Nacht für alle, die wie ich sind. Still, nicht auf sich aufmerksam machen. Und wenn man sich dann doch mal dazu entscheidet aus seiner Ecke heraus zu kommen, sind es solche Menschen, die einem wieder zurück in diese Ecke treiben.

      Das ist nur MEINE persönliche Meinung.

      Soviel dazu. Und was ich mir von dieser Seite erhofft habe?

      Hilfe. Ich habe nach einem Programm gesucht, das Autoren, Schriftsteller benutzen, weil mein Word wohl einige Macken hat. Selbst nach 10 Mal Korrektur lesen, soweit ich es vermag, setzt Word teils meine Korrekturen zurück.
      Als ich mir den Blog, Post, was auch immer von Walter durch gelesen habe kam mir der Gedanke, Hilfe alles schön und gut aber wo gibt es einen guten Samariter, der kostenlos hilft. Manchen geht es nicht so gut, dass sie Geld für ein Lektorat haben.

      Ich hab genug geschrieben. Wenn ich weiter mache schreib ich vielleicht noch Sachen, die hier nicht her gehören.

      Ach und bevor ich es vergesse. Ich lese, was da steht und nicht, was man zwischen den zeilen ausdrücken will.
      Für den Fall, dass jemand meint, das hast du falsch verstanden.

      Gefühle ausdrücken. Das habe ich gerade getan. Meines Erachtens.

      • 16. Juni 2018
        BethanyBathory

        Korrektur zu meinem Post. Die 1.000 Leser sind Günthers Aussage.
        112.784 Wörter hat mein Roman und ich habe ihn in etwa 6 Wochen geschrieben und nicht in Jahren. Schreiben muss nicht so lange dauern. Wenn der Flow stimmt geht ein Buch ganz schnell.
        Und als letztes noch der Link, wo man meine Geschichte lesen kann.
        http://www.movellas.com/de/story/201803111750281569-the-story-of-my-life

  • 29. September 2016
    Mimi

    Danke für den tollen Beitrag

  • 25. Februar 2016

    DANKE!

  • 13. Oktober 2015

    Hallo Walter,
    ein wunderbarer Artikel, den ich gern geteilt habe.
    Die drei Sätze um die kritische Masse sind jetzt in meine persönliche Zitatsammlung gewandert und stehen nun im Einband meines Notizbuches, damit ich sie mir immer vor Augen halten kann.
    Sehr motivierend, sehr ermutigend, vielen lieben Dank dafür.
    Federgruß
    Nina

  • 13. Oktober 2015

    Steter Tropfen höhlt den Stein. Beharrlichkeit ist das Zauberwort. Deshalb darf die Freude nicht verloren gehen. Aber das alles sind zunächst nur Phrasen, weil Menschen ständig an Hürden stoßen. Wenn diese nicht überwunden werden können, geht es nicht weiter.
    Das gleichnamige Buch zur genannten Website hat den Untertitel: Wechsle die Perspektive und nimm alle Hürden. Ich würde mich freuen, wenn es dich inspiriert.
    Beste Grüße
    Dieter Past

  • 12. Oktober 2015

    Toller Artikel, der Mut macht. Viele verbreiten den Eindruck, sie haben innerhalb weniger Wochen das Internet „aufgemischt“ und Riesenerfolge. Mir scheint der hier beschriebene lange Weg zum Erfolg realistischer.
    Vielen Grüße!
    Detlev

    • 13. Oktober 2015

      Hi Detlev,
      Danke für deinen Kommentar. Alles Gute im Leben braucht Zeit – das Schreiben auch. Schön, dass wir da einer Meinung sind.
      Liebe Grüße,
      Walter

  • 12. Oktober 2015

    Hallo Walter,

    danke für diesen aufmunternden Artikel.
    Besonders erhellend fand ich deine Vergleiche und noch mehr die Zitate großer Leute. 🙂

    LG
    Steffi

    • 13. Oktober 2015

      Hi Stefanie,
      Ich liebe Zitate großer Persönlichkeiten, weil sie mich motivieren und diese Zitate gebe ich deshalb gerne weiter. Schön, dass ich deinen Tag erhellen konnte.
      LG, Walter

  • 11. Oktober 2015

    Toller Artikel, und dem kann ich nur zustimmen. Ich habe mich fast 30 Jahre lang hinter ein paar dieser Argumente versteckt …
    Ich hatte fertige Geschichten, von den Freunden mit mehr oder weniger Begeisterung gelesen, aber ich habe nie welche veröffentlicht.
    Was bin ich froh, dass mir meine Freunde vor eineinhalb Jahren einen Tritt in den Hintern verpasst haben!
    Den Artikel habe ich sehr gerne geteilt.
    Viele Grüße
    Chris

    • 13. Oktober 2015

      Hi Chris, danke fürs Teilen.
      Ich freue mich, dass ich ins Schwarze getroffen habe. Ich kenne das Gefühl nur zu gut, dass man sich hinter Scheinargumenten versteckt. Deshalb sind solche Menschen wie dein Freund unbezahlbar – ich musste nach einem Mentor lange suchen…
      LG, Walter

  • 11. Oktober 2015

    Toller Artikel! Habe ihn sehr gern gelesen und kann euch nur recht geben!

    Der Artikel ist sehr aufbauend und motivierend und ich werde ihn gern teilen 😀

    Weiter so!

    Liebe Grüße
    Sarah

    • 13. Oktober 2015

      Hi Sarah,
      Danke fürs Teilen. Ich liebe es, andere Menschen zu motivieren – freut mich, dass es geklappt hat 😀
      LG, Walter

  • 11. Oktober 2015
    Regina Boger

    Danke für die Ermutigung! Das Zitat Einsteins habe ich allerdings etwas anders in Erinnerung, nämlich mit roten Backen: 1% Inspiration und 99% Transpiration. Von ihm kann man anscheinend mehr als die Relativitätstheorie verstehen, die ich mir auch nicht merken kann, weil sie so abstrakt ist, eben keine roten Backen hat.

  • 11. Oktober 2015
    Moni

    Liebe Annika, lieber Walter
    Vielen Dank für den genialen Artikel. Ich musste schmunzeln. Natürlich weiss ich das schon alles und jeden Tag wird es mir auf irgendeine Weise gesagt. Aber wenn ich das 100fach Gesagte bereits verinnerlicht hätte und danach handeln würde, wäre ich schon längst berühmt;-)
    Herzlichst
    Moni

    • 13. Oktober 2015

      Hi Moni,
      Die Umsetzung…das ist immer der Knackpunkt.
      Einige Menschen haben buchstäblich einen Doktortitel in Fitness, treiben aber niemals Sport.
      Ich hoffe, dass ich dich einen Schritt näher zur Umsetzung gebracht habe…
      LG, Walter

  • 11. Oktober 2015

    Danke für diesen tollen Artikel!
    Das sind einige Dinge, die mir auch in diesem Jahr klar geworden sind. Unter anderem, dass alle Menschen, die ich bewundere auch mal klein angefangen haben und einen schweren Weg hatten. Sie haben auch bei Null angefangen und sind durch harte Arbeit dorthin gekommen, wo sie jetzt stehen, ähnlich wie es deine Erfolgskurve beschreibt 🙂 und das wiederum heißt, dass wir auch erfolgreich sein können. Es ist menschlich möglich. Besonders gefällt mir 1% Talent und 99% harte Arbeit. So wahr!

    Ich denke all das kann man auf sooo viele Dinge im Leben übertragen. Sehr ermutigend, danke!

    Sophie

    • 13. Oktober 2015

      Hallo Sophie,
      Ja mit dem Erfolg beim Schreiben ist wie bei allen anderen Dingen im Leben, in denen man etwas erreichen kann (will).

      Die Erkenntnis, dass andere auch nur klein angefangen haben, macht Mut, dafür war auch der Artikel da. Klein anfangen, aber groß denken. Ich glaube das ist der Schlüssel.

      LG, Walter

  • 11. Oktober 2015

    Ein Hit, dieser Artikel, lieber Walter!

    Hallo erstmal.

    Hervorragend der Part über „Erfolg“. Viele Musiker, welche für die breite Öffentlichkeit über Nacht berühmt und reich werden, haben Jahre dafür gearbeitet, was man so auf den ersten Blick gar nicht begreift.

    Ein echter Mutmacher, der Artikel.

    Vielen Dank.

    • 13. Oktober 2015

      Hi Marco,
      Danke dir für dein Lob. Und ich hoffe, dass der Mut nicht so schnell verfliegt und du „am Ball“ bleibst mit deinem Tennis-Blog.
      Lg, Walter

  • 11. Oktober 2015

    Bist du noch bereit, 10 Jahre unsichtbar zu sein? Wunderbare Frage :-), ermutigender Artikel. Danke! Liebe Grüße Maike

    • 13. Oktober 2015

      Hallo Maike,
      Diese Frage ist wirklich entscheidend. Viele Menschen sind nicht bereit, den Preis zu zahlen und im Hintergrund zu arbeiten, wenn sie niemand sieht – alle wollen sofort auf die Bühne.
      Geduld und Fleiß sind nunmal nicht so populär 😉
      LG, Walter

      • 8. April 2021
        Marco Gupta

        Hallo Walter.Ich bin ein 36jähriger Hobbyautor,der sehr mit der Frage hadert,sein erstes E-BOOK zu veröffentlichen oder nicht.Mein Buch mit dem Titel „Der einheimische Fremde“ ist ein Sachbuch mit autobiografischen Zügen.Es handelt von meinen Erfahrungen bezüglich eines Lebens zwischen zwei Kulturen,der deutschen und der indischen.Es geht aber auch um Dinge wie Religion,die Flüchtlingskrise,um kulturelle Missverständnisse,um meine Erfahrungen mit Frauen und das alles stets im Zusammenhang mit dem Kernthema meines Buches.Sinn und Zweck war es,mir einiges von der Seele zu schreiben,meiner häufigen Hilflosigkeit und meinem Zorn über vieles einen kreativen Raum zu geben.Aber ich hatte auch gehofft,so manchen Menschen eine neue Sichtweise zu eröffnen.Sie vielleicht zum umdenken zu bewegen.Sie in irgendeiner Form zu berühren.Nun ist der Grund für meine Bedenken bezüglich der Veröffentlichung einfach Angst;vor Anfeindungen,Spott, Bedrohung…es soll ja Autoren gegeben haben,die Morddrohungen aufgrund kritischer Buchinhalte bekamen…mein Buch ist eben keines der von einigen Leuten hier erwähnten „leicht verdaulichen“ Werke.Es enthält einige unbequeme Reizthemen,ist teils emotional etwas aufwühlend.Aber falls ich mich irgendwann doch noch für eine Veröffentlichung entscheiden sollte,hätte dazu sicher auch dein großartiger Artikel beigetragen,der wirklich Mut macht und gute, stichhaltige Argumente liefert!

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