Es gibt zwei Studien – The Grant Study und The Glueck Study – die seit über 80 Jahren mit den gleichen Studienteilnehmern erforschen, was uns Menschen glücklich macht (mittlerweile in zweiter Generation, da die meisten mittlerweile verstorben sind).

Das bisherige Ergebnis: Es sind unsere Beziehungen. Selbst Dinge wie „Gesundheit“ oder „Freiheit“ stehen laut Studie hinter der Wichtigkeit zwischenmenschlicher Beziehung an. Kein Wunder, dass auch Romane, die sich um zwischenmenschliche Beziehungen drehen, zu den erfolgreichsten gehören.

Der Mensch ist ein soziales Wesen.

Einsamkeit macht unglücklich. Dieser Satz stößt bei vielen Introvertierten zunächst auf Ablehnung und ich gehöre selbst zu denjenigen, die sehr gerne allein für sich sind. Es gibt aber einen Unterschied zwischen „Zeit mit sich selbst verbringen“ und „niemanden haben, an den man sich wenden kann“. Wenn Introvertierte Zeit für sich haben, dann steht davor immer die Wahl: Will ich Zeit mit anderen Menschen verbringen oder mit mir (und einem Buch)? Wenn diese Wahl fehlt und wir gezwungen sind, allein zu sein, kann das zu Einsamkeit führen. Beim Aufbau und der Pflege sozialer Kontakte geht es nur um Qualität, nicht um Quantität: Es kann ausreichen, wenn du nur einen Menschen an deiner Seite hast, dem du vertrauen und dich öffnen kannst.

Interessanterweise wirken gerade die Menschen, die bereits viele Freund*innen haben, besonders attraktiv, wohingegen Menschen, die einsam sind (und deshalb Kontakte bräuchten) schnell klammern und sogar abschreckend wirken können. Ein erster Schritt für bessere soziale Kontakte lautet also: Akzeptiere zunächst die IST-Situation. Richte dann dein Leben so aus, als hättest du bereits viele sehr gute Freund*innen. Je mehr du dich selbst lieben lernst, desto leichter ist es, mit anderen in Kontakt zu treten.

Warum?

Weil du nicht mehr von der Zuneigung anderer abhängig bist, sondern aufrichtig sein kannst, wie du bist. Der andere ebenso. Niemand braucht sich zu verstellen und Ehrlichkeit ist in jeder Beziehung ein Schlüsselfaktor.
Außerdem weckst du, wenn du dich selbst akzeptierst, in anderen den Wunsch, dich kennenlernen zu wollen. Wenn ich dich kennenlerne und spüre, dass du es liebst, mit dir Zeit zu verbringen, dann liebe ich es vielleicht auch.

Kleine Übung für alle, die Menschen doof finden (und das sind viele von euch, leugnet es nicht 😉 ): Mache dir einen Spaß daraus, an deinem Gegenüber so viele positive Dinge wie möglich zu finden: An der Kassiererin, an deiner Chefin, am Busfahrer, an deiner Mutter, deinem Bruder und so weiter. Und dann sag ihnen das. Ein unerwartetes Kompliment bleibt jahrelang in Erinnerung und stärkt deine Beziehung zur Menschheit im Allgemeinen.

Hier ein paar grundlegende Tipps von Dale Carnegie, dem Autor von „Wie man Freunde gewinnt“:

  • Interessiere dich für deine Mitmenschen
  • Lächle!
  • Nenne deine Menschen beim Namen
  • Höre zu und unterbrich nicht
  • Ermuntere andere, von sich zu sprechen
  • Stärke das Selbstbewusstsein deines Gegenübers

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